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Frau Eck hat ein Buch herausgegeben - über den erotischen Raum

im Carl-Auer-Verlag (Heidelberg): Der erotische Raum. Fragen der weiblichen Sexualität in der Therapie

Sie wird dazu interviewt in der Psychologie Heute (7/2016, S. 87)

Katrin Brenner-Beckers (KBB) erste Frage berührt schon ein heißes Eisen und führt - je nach Standpunkt - zu einer (wenig) überraschenden Antwort. Die Frage, ob Frauen in langen Beziehungen eher ihre Lust verlieren als Männer, beantwortet Angelika Eck schlicht mit: "Ja." Es gebe auch "viele Männer", die die Lust auf Sex verlören, bei Frauen sei es aber häufiger der Fall.

Angelika Eck (AE)  hat das Buch mit "elf Mitautoren" verfasst. Ich kenne es (noch) nicht. Aber AE hat recht klare Antworten parat, wenn KBB nachfragt, warum das denn so sei:

Bevor es losgeht – und vor allem, worum es eigentlich geht (Teil 1)

Ich habe eine Verpflichtung als "Zeitzeuge" und versuche dieser Verpflichtung gerecht zu werden. Am 23.5.2016 habe ich erstmals mit Schülern gearbeitet. Diese Begegnung mit 16 bis 18jährigen Schülern hat in mir noch einmal die Frage und die Auseinandersetzung befördert, worum es eigentlich (und auch) geht. Ich beginne damit, mir selbst diese Fragen erneut zu stellen und nach Antworten zu suchen. Ich bin inzwischen nur noch ein Jahr entfernt von dem Alter, in dem mein Vater (er hat den Krieg als Soldat - jedoch nicht unversehrt - überlebt) starb, und ich bin weit mehr als doppelt so alt wie Franz Streit, der Vater meiner Schwester, als er in Rußland den Heldentod starb. Ich führe die Auseinandersetzung mit Moritz Pfeiffer, einem 1982 geborenen Kriegsenkel und seinem akademischen Lehrer Wolfram Wette. Ich begegne Susanne Miller und Jan Philipp Reemtsma. Ich beziehe mich auf Sönke Neitzel und Harald Welzer, und ich lerne von Heinrich Gerlach und ganz besonders von Bernhard Schlink. Es geht wieder los, bevor es so richtig losgeht!

Wanderausstellung "Den Blick gegen das Vergessen gerichtet"

Vortrag am Mons-Tabor-Gymnasium in Montabaur (23.05.2016)

Der heutige Tag bedeutet für mich ein Premiere. Nach einem ersten Gespräch mit Frau Bettina Hörter, Bezirksgeschäftsführerin - Bezirksverband Koblenz-Trier Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. - war ich sehr schnell von einer Kooperation mit dem Volksbund und der Deutschen Gesellschaft e.V. überzeugt. Die Wanderausstellung "Den Blick gegen das Vergessen gerichtet" präsentiert die trinationale Kooperation polnischer, französischer und deutscher Jugendlicher. In einem einwöchigen Workshop setzten sich junge Menschen aus drei Ländern mit den Folgen des Zweiten Weltkrieges auseinander. Es entstanden Fotos und Texte, die das Gerüst der Wanderausstellung bilden. Sie vermitteln eine starken Eindruck, wie die unmittelbar-konkrete Auseinandersetzung mit Geschichte, mit Krieg und Kriegsfolgen diese Jugendlichen bewegt hat.

Mit Wolfgang Meseth, Matthias Proske und Frank Olaf Radtke (2012) auf dem Weg zu einer kontingenzgewärtigen Unterrichtstheorie!? Oder: Wie kann Unterricht überhaupt gelingen?

Einleitung

Niklas Luhmann und Klaus Eberhard Schorr (1979) haben die Schulpädagogik und die Allgemeine Didaktik im Engeren darauf hingewiesen, dass das Unterrichten als eine nicht vollständig definierbare Aufgabe gesehen werden muss. Eine Aufgabe wäre nämlich dann vollständig definiert, wenn alle Inputs vollständig und eindeutig beschreibbar wären, es für bestimmte Situationen bestimmte Strategien gäbe, die bestimmter Kombinationen von Inputs bedürften und diese Strategien so objektiviert wären, das sie für jeden Durchführenden denselben Sinn ergäben. Luhmann und Schorr sehen die Aufgabe von Unterricht schon im Bereich der Inputs als nicht vollständig beschreibbar an.

La famille n'existe pas

Niklas Luhmann (Erziehung als Formung des Lebenslaufs, in: Dieter Lenzen/Niklas Luhmann: Bildung und Weiterbildung im Erziehungssystem, Frankfurt 1997, S. 11-29) versteht den Lebenslauf "als eine Beschreibung, die während des Lebens angefertigt und bei Bedarf revidiert wird". Sie schließe die vergangenheitsabhängige, aber noch unbestimmte Zukunft ein. Darüber hinaus stelle sie eine Integrationsleistung von Nichtselbstverständlichkeiten dar. Pointierter formuliert begreift Luhmann den Lebenslauf als eine rhetorische Leistung, als eine Erzählung, "dessen Komponenten aus Wendepunkten bestehen, an denen etwas geschehen ist, was nicht hätte geschehen müssen". Damit begründet er gewissermaßen eine kontingenzgewärtige "Theorie des Lebenslaufs".

Den Lebenslauf als Narrativ zu begreifen, wird zusätzlich befeuert durch die triviale Erkenntnis, dass alle Erzählung zwangsläufig auf einer Vorstellung von Gedächtnis basiere, dessen operative Leistung jeweils in einem selektiven Erinnern und Vergessen bestehe.

   

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