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VeRBOTeN!?

Entdecke die Scham...

2009 besuchte ich mit meiner Frau Claudia im Düsseldorfer Museum Kunstpalast die Ausstellung „Diana und Actaeon. Der verbotene Blick auf die Nacktheit“.

Das Museum ist einer der wenigen öffentlichen Orte, an denen man sich „legitimer Weise“ (auch) in die relativ geschützte Rolle eines nicht ohne weiteres des Voyeurismus verdächtigen, kunstinteressierten Beobachters begeben kann.

(Ein zweiter wesentlicher Zugang zu diesem Gesamtvorhaben steht jetzt mit "Schamverlust - eine Selbstverortung" zur Verfügung. Motive und Antrieb für diesen BLOG werden damit ein wenig transparenter und nachvollziehbarer. Auch der am 14.5.2015 in den Blog eingestellte Beitrag "Das Ende" enthält schamrelevante Hinweise.)

Die Rituale des Kunstbetriebs kommen diskreten Verhaltenserwartungen ja auch durchaus entgegen. Legen sie doch keine offene, lauthals geführte Diskussion nahe, sondern erwarten eher die stille, in sich gekehrte Reflexion des Kunstsachverständigen.

Gegen die Wand

Vor einem knappen Jahr elektrisierte mich in einer Ausgabe des ZEIT-Magazins ein Interview mit Andreas Mühe. Wieder einmal - einmal mehr - war eine Initialzündung gegeben sich hineinzubegeben in die Höhlen- manche würden auch sagen - in die Höllenlandschaft einer Familiendynamik, in der vieles in Bewegung ist, in der ein Klimawandel einsetzt mit der Folge, dass gemäßigte Zonen mehr und mehr auch extreme Wetterlagen erleben - mit Starkregen, Dürren und Hagelschlag.

Im aktuellen ZEIT-Magazin vom 11.4.2019 (Nr. 16) erwischt mich derselbe Andreas Mühe erneut: "Familienporträt - Drei Jahre arbeitete der Fotograf Andreas Mühe an Porträts seiner Familie, für die er verstorbene Verwandte als Puppen nachbauen ließ, darunter seinen Vater Ulrich Mühe."

Ulrich Schnabel fragt: Was macht "Sinn" überhaupt aus, und in welchen Situationen erlebt man ihn?

Niklas Luhmann sagt:

"Sinn gibt es ausschließlich als Sinn der ihn benutzenden Operationen, also nur in dem Moment, in dem er durch Operationen bestimmt wird, und weder vorher noch nachher. Sinn ist demnach ein Produkt der Operationen, die Sinn benutzen, und nicht etwa eine Weltqualität, die sich einer Schöpfung, einer Stiftung, einem Ursprung verdankt. (Ders. in: Die Gesellschaft der Gesellschaft, Frankfurt 1998, S. 44)"

Das hört sich nicht nur brutal an. Es führt zu der schlichten Konsequenz, dass es - wie Luhmann meint - keine von der Realität des faktischen Erlebens und Kommunizierens abgehobene Idealität gebe.

Jens Jessen Danke und: Holla - es war Heilige Nacht oder auch: Wird es eine Fortsetzung geben?

Also um eines vorab klarzustellen: In 11 Monaten und 20 Tagen ist wieder Heilige Nacht - wenn denn nichts Weltvernichtendes dazwischen kommt. Inzwischen - 11 Tage nach der letzten Heiligen Nacht - mögen sich langsam neben Besinnlichkeit auch Besinnung und eine erste Bilanzierung der Schuldkonten einstellen. Ich selber habe mal wieder festgestellen müssen, wie sehr ich Essig in einen eh schon durchgegorenen Wein schütten muss. Das Selbstbesäufnis "Wenn ich noch einmal Kind sein dürfte" (incl. Essiggabe) wird ja bereits seit Jahren mit Hilfe der Hauptsätze der Familiendynamik gegen den Strich gebürstet. Apropos Hauptsätze der Familiendynamik. Jens Jessens "Schnell, ein Kirschwasser! - Weihnachten ist das Fest der Familie und der anreisenden Verwandten. Die kann man sich nicht aussuchen. Sie liefern sich selbst an. Ein Lehrstück über Familienphysik und Eskalation" erreicht mich erst im neuen Jahr, fast drei Wochen nach seinem Erscheinen.

Heidi

Frank Walter Steinmeier, Bruno Ganz, Anuk Steffen und Quirin Agrippi vielen Dank und Holla - es ist Heilige Nacht

Zweitausendeins

Holla, da ist sie die Heilige Nacht! Und dann noch dies: Heute vor genau 200 Jahren erklang in der Schifferkirche St. Nikola in Oberndorf bei Salzburg erstmals das Lied „Stille Nacht, heilige Nacht“. Alles schläft, einsam wacht, eben. Dass die Weihnachts-Weise mittlerweile zu den bekanntesten und beliebtesten aller Songs zum Jahresendfest zählt, versteht sich von selbst. Und wir wollen heute niemanden - schon gar nicht das traute, hochheilige Paar - aus den Träumen reißen. Stattdessen wünschen wir Ihnen lediglich schöne Feiertage mit reichlich Gaben und besinnlichem Gesang. Schlafen Sie in himmlischer Ruh, Ihr Zweitausendeins

   
   
© ALLROUNDER & FJ Witsch-Rothmund