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VeRBOTeN!?

Entdecke die Scham...

2009 besuchte ich mit meiner Frau Claudia im Düsseldorfer Museum Kunstpalast die Ausstellung „Diana und Actaeon. Der verbotene Blick auf die Nacktheit“.

Das Museum ist einer der wenigen öffentlichen Orte, an denen man sich „legitimer Weise“ (auch) in die relativ geschützte Rolle eines nicht ohne weiteres des Voyeurismus verdächtigen, kunstinteressierten Beobachters begeben kann.

(Ein zweiter wesentlicher Zugang zu diesem Gesamtvorhaben steht jetzt mit "Schamverlust - eine Selbstverortung" zur Verfügung. Motive und Antrieb für diesen BLOG werden damit ein wenig transparenter und nachvollziehbarer. Auch der am 14.5.2015 in den Blog eingestellte Beitrag "Das Ende" enthält schamrelevante Hinweise.)

Die Rituale des Kunstbetriebs kommen diskreten Verhaltenserwartungen ja auch durchaus entgegen. Legen sie doch keine offene, lauthals geführte Diskussion nahe, sondern erwarten eher die stille, in sich gekehrte Reflexion des Kunstsachverständigen.

Was schulden wir unseren Eltern?

Was schulden wir unseren Eltern? Unsere Eltern sind tot. Also stellt sich die Frage nuanciert anders: Sind wir unseren Eltern etwas schuldig geblieben? Stefanie Flamm – ZEIT-Autorin – erweitert die Fragestellung in ihrem Beitrag um die brisante Zuspitzung, ob wir unseren Eltern überhaupt etwas schulden?

„Was schulden wir unseren Eltern? Vielleicht erst mal die Erkenntnis, dass das Alter für die meisten Eltern ein noch viel größerer Mist ist als für uns. Dass auch Sie in dieser Lebensphase, in der sie von umschmeichelten Silver-Agern zu Greisen werden, auf keinerlei Vorbilder mehr zurückgreifen können.

Drei Unheilige aus dem Abendland

Wladimir, wir kommen – wir kommen aus dem Abendland:
Wir bringen ein Plakat: Frieden schaffen ohne Waffen!
Und wir bringen Dir das verbriefte Recht auf Widerstand
mit der Anleitung zum Tyrannenmord
.

Wir bringen Dir noch mit die unheilige Sahra mit Knecht und Wagen;
auch sie kommt nur noch mit gekreuzten Beinen und spricht von Kriegsverbrechen.
Doch wir sind bereit zum Gang nach Canossa -
auf Knien kriechen wir die Stufen zum Kreml hinauf und bitten Dich um Gnade!

A.R. Bodenheimer - Verstehen heißt antworten (man sollte den Text von hinten nach vorne lesen)

"Fragen kann krank machen, sagen kann bewahren - selbst wenn der Tod schon vor der Tür steht. Sogar dann, wenn es der nukleare Tod ist, das Ende im atomaren Genozid. - Im Gespräch über diesen treffen wir, es ist nach Tschernobyl, eine Familie an, irgendwo rund um die Erde, und das Kind fragt: 'Was passiert, wenn die Atombombe losgeht?' Dieses Kind hat Eltern, denen Wahrheit die Deutlichkeit der Realität ist, nicht die bewegende Wirkung des Wortes. Und aus dem heraus, was ihnen als Liebe zur Wahrheit gilt, antworten sie ohne weitere Besinnung dem fragenden Kind: 'Dann sind wir alle tot.'

Kurt Tucholsky als Gallionsfigur der Pazifisten?

Eine Entgegnung auf einen Freund

Kurt Tucholsky allein als friedensbewegten Pazifisten zu verkaufen, das greift bei Weitem zu kurz: Ich sehe und verehre ihn in seiner Hellsicht, so wie er 1928 schon schreibt und zu vielfältigsten Formen des Widerstands aufruft:

"Wir verraten einen Staat, den wir verneinen, zugunsten eines Landes, das wir lieben, für den Frieden und für unser wirkliches Vaterland: Europa"

   
   
© ALLROUNDER & FJ Witsch-Rothmund