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Die Erfahrung des Todes hat meine Wahrnehmung verändert!

Unter diesem Eindruck lässt uns Thomas Jansen-Hochmuth an den Veränderungsdynamiken teilhaben, die der frühe Tod seiner Frau bei ihm auslöst. In ähnlicher Weise schildert Günter Franzen in der "Kurzen Geschichte ihres Todes" vergleichbare Erfahrungen. Beide bestätigen auf eindrucksvolle - vor allem aber reflektierte - Weise die These von Herbert Gudjons, dass in der modernen Gesellschaft, die des Todes verlustig zu gehen drohe, in der Regel nur noch unmittelbare Betroffenheit zu einer Auseinandersetzung mit Sterben, Tod und Trauer führe. Bei Günter Franzens sprachmächtiger Auseinandersetzung mag man ihm wünschen, dass zumindest die Brutalität der Unmittelbarkeit, aus der heraus er seinerzeit schrieb, nach und nach auch wieder eine Milde zugelassen hat, die ihn seine Tochter (wieder) sehen lässt.

Trost in einer trostlosen Gesellschaft!? Im Gedenken an

Andreas Krawitz

Der Lebenslauf ist eine Form für die unaufhebbare Kontingenz der Geschehnisse des Lebens. Niklas Luhmann versteht ihn als aus Wendepunkten bestehend, an denen etwas geschehen ist, was nicht hätte geschehen müssen. So egeben sich in einem Leben - ohne, dass wir es ahnen - letzte schöne Tage.

Andreas Krawitz ist am 27.8.2016 in Folge eines Autounfalls verstorben. Andreas ist der Sohn meines Freundes, Rudi Krawitz und war die erste Liebe meiner jüngsten Tochter Anne. Wir fühlen uns tief verbunden im Schmerz mit seinem Vater, seiner Mutter, seiner Schwester und ihrer Familie. Andreas und ich machten im Frühsommer 2009 eine verstörende Erfahrung, als wir - gemeinsam mit Claudia - Anne in Irland besuchen wollten. Wir mussten dazu ein Flugzeug besteigen und sind vom Flugplatz Hahn aus nach Dublin geflogen. Im weit fortgeschrittenen Alter von 57 Jahren war es mein erster Flug überhaupt.

Staycation!!!

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 7. August 2016

Ich preise das Glück der freien Presse: Kluge Leute schreiben über kluge Leute. Zuerst ein Beitrag über "Modemoiselle C. - Durch eine Labor-Revolution zur Nobelpreiskandidatin: Was treibt Emmanuelle Charpentier an? Eine Annäherung von Sonja Kastilan" (FAS, S. 61). Ich verstehe zwar wenig, bin aber fasziniert von dem eigensinnigen Weg, der unterdessen 47jährigen Französin, die gegenwärtig als Direktorin am Max-Planck-Insitut für Infektionsbiologie in Berlin - wie sie selbst sagt - die Freiheit hat, ihren Weg weitergehen zu können. Sie gilt mit Jeniffer Doudna als heiße Anwärterin auf den Nobelpreis, "weil sie einen natürlichen Mechanismus zu einer Methode weiterentwickelt haben, die gentechnische Eingriffe erleichtert und inzwischen weltweit Verwendung findet."

Worüber wir streiten?!

Eine letzte versöhnliche Replik auf Edgar Hammes

Wir haben gelernt uns als Subjekte zu verstehen - entsprechende Theorien gehen mit dem Begriff der Intersubjektivität nach wie vor davon aus, dass es durch Introspektion möglich ist, herauszubekommen, wie andere sich zur Welt verhalten. Subjekttheorien müssen dabei von einer gemeinsamen - oder zumindest von einer gemeinsam beobachtbaren Welt ausgehen (die nachfolgenden Überlegungen basieren auf: Niklas Luhmann, Erkenntnis als Konstruktion, in: Ders.: Aufsätze und Reden, Stuttgart 2001, S. 218-242).

Niklas Luhmann schlägt vor, die Unterscheidung von "Subjekt" und "Objekt" zu ersetzen durch die Unterscheidung von "System" und "Umwelt" (S.220f.):

Mach dir einen Plan III

dazu gehören: Mach dir einen Plan I und: Mach dir einen Plan II

Lebensläufe bilden der Auffassung Niklas Luhmanns nach das allgemeinste Medium des Erziehungssystems. Er verweist darauf, dass der Erziehung ein anderes Medium zugrunde liege als der Wissenschaft. Die festen Koppelungen, die sie - die Erziehung - anstrebe, sieht er nicht in technisch anwendbarem Wissen, sondern in den Formen der Lebensläufe, an denen sie mitwirkt. Kinder sind eben keine Werkstücke, denen man mit Ist-Soll-Analysen und diagnostischer Hybris zu Leibe rückt - jedenfalls nicht in einem Pädagogik reklamierenden Rahmen.

Sehr geehrter Herr Hammes,

nach 27 Bachelor- und Masterprüfungen lese ich soeben Ihre mail (siehe weiter unten) und gebe Ihnen eine kurze Rückmeldung. Die halte ich inzwischen auch für dringend geboten, weil es zwischen uns offensichtich ein Missverständnis gibt. Deshalb heute Abend noch meine Antwort:

   

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