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Jürgen Habermas oder: Et hätt noch immer jot jejange

Wir Rheinländer finden in letzter Zeit unverhofft zusammen in der kämpferischen Absicht, unseren Lebensstil nicht nur verteidigen zu müssen, sondern ihn als Errungenschaft auch offensiv setzen zu wollen. Et kütt, wie et kütt  könnte man dabei fahrlässig mit einer grundsätzlich resignativ-fatalistischen Lebenseinstellung gleichsetzen. Für mich signalisiert diese Haltung eher Einsicht in die besondere, in keiner Weise berechen- oder planbare Dynamik jedes einzelnen, individuell zurechen- und beschreibbaren Lebenslaufs. Et kütt, wie et kütt wird allerdings flankiert durch gleichermaßen defensive oder gar demütige Einsichten wie: Et es wie et es oder Et bliev nix wie et es oder Wat willste mache.

Reformruine Universität - hier am Beispiel einer 28-jährigen Soziologin, namens Sophie!

(Elisabeth von Thaddeen in der ZEIT 24/2015, S. 59-61)

Vorbemerkung (am 10.2.2017):

Die nachfolgenden Bemerkungen und Informationen beziehen sich auf das Institut für Schulpädagik/Allgmeine Didaktik an der Universität Koblenz-Landau (Campus Koblenz). Sie können u.a. auch der Beantwortung der Frage dienen, ob Lehrer bzw. Hochschullehrer bloggen sollten? Der daran anschließende Beitrag ist bereits am 22. Juni 2015 in meinem Blog veröffentlicht worden. Zu diesem Zeitpunkt war Wolfgang Meseth (Nachfolge Voß) bereits in Marburg und Frau Stadler-Altmann (Nachfolge Krawitz) auf dem Weg nach Bozen. Rudi Krawitz hat unser Institut 2009 verlassen, Reinhard Voß ein Jahr später.

Sollen Lehrer bloggen? Eine kurze, anwendungsorientierte Replik

In der Ausgabe der Pädagogik (2/16, S. 48f.) gehen Lisa Rosa und Jochen Schnack unter der Rubrick "Kontrovers" der Frage nach, ob Lehrer bloggen sollten. Jochen Schnack, Redaktionsmitglied der Pädagogik, weist zu Beginn seiner Ausführungen darauf hin, dass es - trotz intensiver Suche - nicht gelungen sei, einen Autor zu finden, der bereit war einen Beitrag gegen das Bloggen zu verfassen. So fasst Schnack gewissermaßen stellvertretend Argumente zusammen, die immerhin bei der Recherche mit möglichen Autorinnen und Autoren zu hören waren.

Ich konzentriere mich auf Lisa Rosas Begründung fürs Bloggen "in sieben Schritten":

Stefan Slupetzky - Wir sind im besten Fall Chronisten, allerdings kämpferische! Wie schon bei Hanna Schmitz und Franz Streit

Dieser Beitrag knüpft auch an Christian Geulen an: Völkische Schatten, in ZEIT 5/2017, S. 38

Auch dieser Beitrag beginnt mit einem Dank. Ich danke Barbara und Michael für ihr Weihnachtsgeschenk: Stefan Slupetzky: Der letzte große Trost, Hamburg 2016. Die Fiktion mäandere um die Realität herum, meint Stefan Slupetzky in einem Interview, das der Rowohlt-Verlag zu seinem aktuellen Roman verbreitet (Stefan Slupetzky im Live-Interview mit Heinz Sichrovsky im Rahmen der Sendung: erlesen - sendung 133 ). Auf die Frage, wieviel Stefan Slupetzky in seinem Hauptprotagonisten Daniel Kowalski stecke, antwortet er: 60 - 70%. Sein Roman handelt - nach eigenem Bekenntnis - "von der Last der zweiten Nachkriegsgeneration, Chronisten der eigenen Großeltern zu sein".

Wolf Biermann - Danke für dieses Buch

Warte nicht auf bessre Zeiten! Wolf Biermann - Die Autobiographie - Berlin 2016

Das autobiographische Gedächtnis - Hans J. Markowitsch und Harald Welzer halten es für das Pänomen, das "den Menschen zum Menschen macht". Das autobiographische Gedächtnis liefere ihm das Vermögen, die persönliche Existenz in einem Raum-Zeit-Kontinuum zu situieren und auf eine Vergangenheit zurückblicken zu können, die der Gegenwart vorausgegangen sei. Dies Vermögen versetze uns in die Lage "mentale Zeitreisen" (Endel Tulving) vornehmen zu können und damit Orientierungen zu generieren für zukünftiges Handeln. Erlerntes und Erfahrenes könnte auf diese Weise für die Gestaltung und Planung von Zukünftigem genutzt werden.

   

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