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Lebensendgespräche - die letzten Dinge

Unter dem Menü "Tod, Sterben, Trauer" habe ich ein neues Untermenü eingerichtet. Wie im folgenden zu lesen, verdankt sich diese Inspiration Iris Radisch und ihren "Lebensendgesprächen". Der erste Beitrag setzt sich mit Julien Green auseinander, der sich 1990 als 90jähriger den Fragen der jungen, 30jährigen ZEIT-Redakteurin Iris Radisch stellt. Es wird in unregelmäßigen Abständen - orientiert an Radischs Buch - kleine Beiträge mit dem Blick auf "letzte Dinge" geben (der zweite Beitrag setzt sich mit Ruth Klüger auseinander -> alle Beiträge siehe weiter unten unter "Alle Beiträge"):

In diesem Menüteil mache ich es mir einfach und schlicht. Ich lasse mich anregen und treiben von Iris Radisch: Die letzten Dinge - Lebensendgespräche, 2015 im Rowohlt Taschenbuchverlag erschienen. Alles, was uns interessiert, was uns möglicherweise umtreibt, wird hier in achtzehn Interviews "mit großen Zeugen unserer Zeit" von Iris Radisch erörtert.

Warum sollte ich Tagebuch schreiben? Und warum schreiben Sie ein Demenztagebuch?

Eine berechtigte Frage. In meiner heutigen Sprechstunde hat mir diese Frage eine Studentin gestellt, die ihre Masterarbeit zu Fragen der Lehrergesundheit schreibt.

Nach der großen - von Uwe Schaarschmidt verantworteten - "Potsdamer Studie zur Lehrergesundheit" (zu dieser Studie gibt es eine Reihe von Materialien und Zugängen im Rahmen meiner in diesen BLOG integrierten Uni-Seite) wissen wir mehr denn je, dass Lehrerinnen und Lehrer von allen Berufsgruppen im öffentlichen Dienst die höchste Burnout-Quote mit der häufigen Konsequenz der Dienstunfähigeit und - nicht selten - damit verbundener Frühpensionierung aufweisen.

Die ewige Wiederkunft des Gleichen?

Ich habe innerhalb dieses Blog-Geschehens unter vielen anderen Alexander Kluge recht prominent platziert; vor allem an einer Stelle, die uns - ob wir es wollen oder nicht - mit unserer Herkunft in Berührung bringt. Im aktuellen Kulturmagazin des Goethe-Instituts (Oktober 2016 - siehe: www.goethe.de/migrationundintegration)) antwortet er auf die Frage, was für ihn der Begriff "Flüchtling" bedeute, etwas ausholender folgendermaßen:

"Der Führer der Nachhut in Troja, Aeneas, ist ein eindrucksvoller Flüchtling: Er überquert das Mittelmeer. An den Sohlen seiner Füße klebt Trojas Unglück. So bringt er der schönen Königin Dida seine Verliebtheit, aber wenig Glück. Er wird der Stammvater Roms. Rom vernichtet die Griechenstadt Korinth. Dieser Flüchtling ist der Bote einer langfristigen Rache für das, was die Griechen Troja antaten.

Jeder ist seines Glückes Schmid - über sexuelle Inappetenz und neue Prüderie

Ja, ist schon klar! Es muss doch heißen:Jeder ist seines Glückes Schmied. Aber Orthographie ist nicht alles. Ich beziehe mich auf Wilhelm Schmid, ja den Wilhem Schmid, seines Zeichens Philosoph und Glücksforscher: "Sex ist stimmungsaufhellend, schmerzlindernd, sogar sättigend. Warum machen Menschen von den Segnungen der Sexualität nicht mehr Gebrauch?" (ZEIT 45/2016, S. 58)

Ich gestatte mir an dieser Stelle eine knappe aktuelle Einlassung (6.11.16), um die folgende selbstironische Eröffnung Schmids und die Ernsthaftigkeit mit der er die Frage dann vorfolgt, "warum die Menschen von den Segnungen der Sexualität nicht mehr Gebrauch machen?" in den Kontext öffentlicher Erregungsanlässe einordnen zu können. Ich habe inzwischen - etwas verspätet - Sloterdijks "Schelling-Projekt" gelesen, und dazu zwei vorläufige Einschätzungen, die ich an anderer Stelle aufgreifen werde:

Kurz vor Schluss - über Familiendynamiken und andere chaotische Phänomene - einige Impressionen

Wolfgang Loth stellt in Heft 4/2016 der Familiendynamik die Frage, ob man über "Schluss" sprechen könne? Er nennt diesen Beitrag, der unter der regelmäßigen Rubrik "Kurz vor Schluss" auf der vorletzten Seite der jeweiligen Ausgabe erscheint: "Ach ja, Verantwortung".

Aus technischen Gründen erscheint der Beitrag bereits hier auf der Startseite, obwohl er noch gar nicht erstellt worden ist. Ich freue mich auf eine anregende Nachtarbeit.

Ja, so ist das manchmal, auch heute Nacht - kurz vor Schluss ist dann doch noch etwas anderes zu tun. Und das, was Vorrang haben sollte, bleibt liegen. So gerate ich unversehens mitten hinein in die anregenden Impressionen von Wolfgang Loth, der in seinem Beitrag zuerst die Frage stellt:

   

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