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VeRBOTeN!?

Entdecke die Scham...

2009 besuchte ich mit meiner Frau Claudia im Düsseldorfer Museum Kunstpalast die Ausstellung „Diana und Actaeon. Der verbotene Blick auf die Nacktheit“.

Das Museum ist einer der wenigen öffentlichen Orte, an denen man sich „legitimer Weise“ (auch) in die relativ geschützte Rolle eines nicht ohne weiteres des Voyeurismus verdächtigen, kunstinteressierten Beobachters begeben kann.

(Ein zweiter wesentlicher Zugang zu diesem Gesamtvorhaben steht jetzt mit "Schamverlust - eine Selbstverortung" zur Verfügung. Motive und Antrieb für diesen BLOG werden damit ein wenig transparenter und nachvollziehbarer. Auch der am 14.5.2015 in den Blog eingestellte Beitrag "Das Ende" enthält schamrelevante Hinweise.)

Die Rituale des Kunstbetriebs kommen diskreten Verhaltenserwartungen ja auch durchaus entgegen. Legen sie doch keine offene, lauthals geführte Diskussion nahe, sondern erwarten eher die stille, in sich gekehrte Reflexion des Kunstsachverständigen.

(M)Ein Adventskalender (2022) - heute öffnen wir das dreizehnte Türchen (13)

Heute unterhalte ich mich einmal mit Jean-Remy von Matt (ZEIT 51/22, S. 76). Er ist der Erfinder einer von ihm entwickelten Lebenszeituhr. Von Matt und ich gehören dem gleichen Jahrgang an, sind also im Jahr 1952 geboren. Unsere Lebenserwartung wurde seinerzeit auf der Grundlage einschlägiger Parameter auf 75 Jahre berechnet. Von Matt dazu:

„Von heute aus gesehen, sollte ich aber theoretisch 84 Jahre alt werden, da ich schon viele Risiken des Lebens überlebt habe: den plötzlichen Kindstod zum Beispiel oder auch die Gefahr eines Verkehrsunfalls, die sich bei männlichen Jugendlichen häuft. Und viele weitere Bedrohungen des jungen Lebens.“

(M)Ein Adventskalender (2022) - Heute öffnen wir das zwölfte Türchen (12)

Vorgestern erreichte mich  - wie seit zwanzig Jahren - der Adventsbrief eines lieben Kollegen. Darin zwei Texte, die mich irritieren - das Gebet des älter werdenden Menschen (Teresa von Avila zugeschrieben). Es besteht aus einem differenzierten, vielschichtigen Appell an den "Herrn" mich vor so mancher Unart zu bewahren bzw. mich mit hilfreichen Gaben auszustatten (z.B. bei jeder Gelegenheit etwas sagen zu müssen, die Angelegenheiten anderer zu ordnen, hingegen nachdenklich und hilfreich zu sein und über meine Krankheiten und Beschwerden zu schweigen...). Der zweite Text belehrt uns darüber, wozu wir auf der Erde sind - schon der Auftakt lässt aufhorchen: "Lieber Mensch, Du hast alles falsch verstanden! Du bist nicht hier, damit Dir bedingungslose Liebe gelingt. Die ist dort, woher Du kamst und wohin Du gehen wirst. Du bist hier, um menschliche Liebe zu lernen..." (C.A. Walsh zugeschrieben).

(M)Ein Adventskalender (2022) - Heute öffnen wir das elfte Türchen (11)

Machen wir heute ein kleines Experiment. Ich stelle einmal empirisch erhärtete Daten und Hypothesen aus einem Titelbeitrag einer renommierten Wochenzeitung zusammen. Erst am Ende des Beitrags werde ich Fundort und Datum der schockierenden Botschaften enthüllen (natürlich kann man auch hier schon nach unten scrollen und sich informieren – auch nicht schlimm!) Ich vermute, wenn man es nicht tut, hat man zwar jetzt schon eine Ahnung, aber man wird dennoch verblüfft sein über Zeitbezug und Aktualität der hier zusammengestellten Befunde und Bewertungen:

(M)Ein Adventskalender (2022) - Heute öffnen wir das zehnte Türchen (10)

Advent - suchen wir uns einen Gott aus - Rainer Maria Rilke hat immerhin zwei zu bieten: 

HERBST

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.

Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.

Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.

   
   
© ALLROUNDER & FJ Witsch-Rothmund