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VeRBOTeN!?

Entdecke die Scham...

2009 besuchte ich mit meiner Frau Claudia im Düsseldorfer Museum Kunstpalast die Ausstellung „Diana und Actaeon. Der verbotene Blick auf die Nacktheit“.

Das Museum ist einer der wenigen öffentlichen Orte, an denen man sich „legitimer Weise“ (auch) in die relativ geschützte Rolle eines nicht ohne weiteres des Voyeurismus verdächtigen, kunstinteressierten Beobachters begeben kann.

(Ein zweiter wesentlicher Zugang zu diesem Gesamtvorhaben steht jetzt mit "Schamverlust - eine Selbstverortung" zur Verfügung. Motive und Antrieb für diesen BLOG werden damit ein wenig transparenter und nachvollziehbarer. Auch der am 14.5.2015 in den Blog eingestellte Beitrag "Das Ende" enthält schamrelevante Hinweise.)

Die Rituale des Kunstbetriebs kommen diskreten Verhaltenserwartungen ja auch durchaus entgegen. Legen sie doch keine offene, lauthals geführte Diskussion nahe, sondern erwarten eher die stille, in sich gekehrte Reflexion des Kunstsachverständigen.

Bernhard Schlink - Selbs Justiz neu gelesen

Bernhard Schlinks Stil eignet sich aufgrund seiner klaren, unverschnörkelten Sprache und den in der Regel überschaubaren Kapiteleinteilungen hervorragend auch zum Vorlesen. So habe ich Selbs Justiz noch einmal vorgenommen und lese sehr wachsam, was Gerhard Selb im Alter von 68 Jahren Mitte der 80er Jahre über sich und die Welt zu sagen hat:

Es gibt ein Minikapitel (18) Die Unsauberkeit der Welt, in dem sich Selb den Mischkey zurechtlegt und seine eigene Verstrickung andeutet:

Bernhard Schlinks paar- und alterstherapeutische Hausapotheke - eine Leseermunterung

Kurze Vorbemerkung am 1. Advent: Nun beginnt sie also, die Zeit der Erwartung - Erwartung gerichtet hin auf die Ankunft des Erlösers. Auch der Advent wird vergehen, so wie sich für mich persönlich Gegenwart dynamisiert - kaum zu greifen, kaum auch nur zu reflektieren - als Offenbarung eines Lebensgefühls, das einem vorkommt wie das Reisen in einem Hochgeschwindigkeitszug.

Leben und Sterben, wo ich hingehöre? Die Vergreisung der Gesellschaft! Der Mensch ist, weil er sich verdankt! Die Hand halten oder nicht?

Vorabdruck des Leitartikels in Heft 4 (Dezember 2020)

Unter diesen Überschriften sind in den letzten drei Heften "Rund um den Laubenhof" (Zeitung des Fördervereins Seniorenzentrum Laubenhof) Gedanken zum Alter und zum Umgang mit Alter und alten Menschen in unserer Gesellschaft erschienen.

Max Frisch - Tagebuch 1946-1949

Übers Tagebuch-Schreiben habe ich mich zuletzt an Maxim Biller gerieben. Mit meiner Ermunterung des NZZ-Redakteurs René Scheu habe ich Biller in die Schranken gewiesen. Heute füge ich ein weiteres gewichtiges Argument hinzu. Hätte beispielsweise Max Frisch kein Tagebuch geschrieben, wäre uns so mancher Lesespaß entgangen - relativierende Aspekte siehe ganz unten). Nehmen wir einmal Basel, Fastnacht 1949:

"Morgenstreich:

   
   
© ALLROUNDER & FJ Witsch-Rothmund