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VeRBOTeN!?

Entdecke die Scham...

2009 besuchte ich mit meiner Frau Claudia im Düsseldorfer Museum Kunstpalast die Ausstellung „Diana und Actaeon. Der verbotene Blick auf die Nacktheit“.

Das Museum ist einer der wenigen öffentlichen Orte, an denen man sich „legitimer Weise“ (auch) in die relativ geschützte Rolle eines nicht ohne weiteres des Voyeurismus verdächtigen, kunstinteressierten Beobachters begeben kann.

(Ein zweiter wesentlicher Zugang zu diesem Gesamtvorhaben steht jetzt mit "Schamverlust - eine Selbstverortung" zur Verfügung. Motive und Antrieb für diesen BLOG werden damit ein wenig transparenter und nachvollziehbarer. Auch der am 14.5.2015 in den Blog eingestellte Beitrag "Das Ende" enthält schamrelevante Hinweise.)

Die Rituale des Kunstbetriebs kommen diskreten Verhaltenserwartungen ja auch durchaus entgegen. Legen sie doch keine offene, lauthals geführte Diskussion nahe, sondern erwarten eher die stille, in sich gekehrte Reflexion des Kunstsachverständigen.

Noch haben wir die Wahl – Luisa Neubauer und Bernd Ulrich (Stuttgart 2021)

Clemens Albrecht kommt in seinen Ausführungen zum Topos des Lebenslangen Lernens (in: Rademacher/Wernet: Bildungsqualen – Kritische Einwürfe wider den pädagogischen Zeitgeist, Wiesbaden 2015) zu einem bemerkenswerten Zwischenfazit:

„Wir leben, wie Max Weber bemerkt hat, schon seit Beginn der Moderne in einer sozialen Welt, die sich so rapide wandelt, dass die großen, die grundlegenden Wandlungszyklen, in denen gleichsam das soziale Paradigma umgestellt wird, die menschliche Lebenszeit unterschreiten.

Konstantin Wecker und Lämmle-Live

Lämmle-Live beim Südwest 3 – ich glaube, das ist mehr als zwanzig Jahre her. Seit unserem Umzug gerate ich immer wieder an eingelagerte Kartons, in denen ich die äußeren Ringe meines Bibliotheksbaums abgelegt habe, das was mir nicht so wichtig erschien. Vor Tagen fiel mir die FamilienBande von Brigitte Lämmle und Gabriele Wünsche in die Hände (Wilhelm Goldmann Verlag, München 1995). Auf Seite 145 beginnt das Kapitel Den Weg zueinander finden: Warum Offenheit für alle Familienmitglieder lebenswichtig ist. Auf Seite 149 lese ich:

Herbstimpressionen – wie vor 27 Jahren begleitet von Jakob van Hoddis (und Gottfried Benn)

SolidAHRität

Vier Flaschen – rot und weiß;
verleihen den Gedanken Flügel,
sie zähmen manche Wut,
und nähren wieder Mut.

Die hohen Lieder sind gesungen,
Vom spitzen Kopf fliegt wieder mal ein Hut.
In allen Lüften war Geschrei
und zeugt vom Wechsel der Gezeiten.

Im Anfang war das Wort - Jörg Meyrer, Dechant des Kirchengemeindeverbandes Bad Neuenahr-Ahrweiler

Meine Cousine Gaby versucht gegenwärtig in Bad Neuenahr in der Kreuzstraße (ihre Straße war inmitten des tragischen Geschehens) ihr Haus wieder bewohnbar zu machen. Ihre Wohn- und Schlafetage darin ist zur Zeit unbewohnbar, da wir beim Rückbau feststellen mussten, dass die alten Dämmstoffe durchfeuchtet waren und zu schimmeln begonnen hatten. Alles stinkt zu jenem Himmel, der so weit ist und der - seit er am 14. Juli 2021 seine Schleusen zu einer Sintflut öffnete - eher ein Unort ist. Immer wieder leitet mir meine Cousine die Botschaften von Jörg Meyrer weiter. Er ist Pfarrer in Bad Neuenahr- Ahrweiler. Und er spricht den Menschen Mut zu; einen Mut, der ihm selbst verloren zu gehen drohte und der erst wieder wächst - Tag für Tag - seit Menschen aus ganz Deutschland mit Wort, Tat und Spenden ihm und den Menschen im Ahrtal wieder Zuversicht vermitteln.

   
   
© ALLROUNDER & FJ Witsch-Rothmund