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Mein Demenztagebuch markiert einen Wendepunkt

Demenztagebuch vom 04.05.2008 -

Aktuelle Einlassung vom 10.12.2017

"Seht einmal, wie die Zeit vergeht!" Weiter unten kann man lesen, dass ich vor einem Jahr mit dieser Plattitüde meinen letzten Eintrag in das Demenztagebuch begonnen habe. Morgen würde mein eigener Vater 95 - Rudi Krawitz wird 74. Es sprengt den Rahmen dieses Tagebuches, der Dynamik der aktuellen Entwicklungen gerecht zu werden. Aber wenn eines deutlich ist, dann die Tatsache, dass dies schon lange nicht mehr das Demenztagebuch meines Schwiegervaters Leo ist, sondern dass mehr und mehr Lisa, meine Schwiegermutter, in der Vordergrund tritt.

Touristen mögen keine Touristen - immerhin!

Kleine Vorbemerkung zu der Tatsache, dass Maximilian Probst mit seiner Kritik des tradierten Bildungsbegriffs uns alle meint: Gestern haben wir einen schönen Abend mit Freunden in der Stadt verbracht. Dabei haben uns die Freunde noch einmal auf beeindruckende Weise verdeutlicht, dass sie keine Touristen mögen. Das haben sie mit fast allen Touristen gemeinsam, so dass die nachfolgende Mahnung, lieber Maximilian Probst, selbst wenn man schon Enkelkinder hat,  aller Voraussicht nach ungehört verhallen wird!

Umdenken oder untergehen!

Maximilian Probst wurde 1977 in Hamburg geboren, wo er Philosophie, Geschichte und Germanistik studierte. Danach arbeitete er in Wien für den Passagen Verlag, übersetzte Werke von Paul Virilio, Alain Badiou und Slavoj Žižek. Seit 2011 schreibt er vorwiegend für die ZEIT - so auch in der Ausgabe 44/17 auf der Seite 66: Umdenken oder untergehen – Auf der Suche nach einem neuen Bildungsbegriff!

Warum Alexander Gauland eine Drecksau ist, und warum er genau dies wiederum nicht ist!

"AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland empört mit Aussagen über die Geschichte Deutschlands und die Taten der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. Man solle stolz auf die Leistungen sein können."

Alexander Gauland hat am 20. Februar Geburtstag. Er ist 1941 geboren worden - vier Monate vor dem Überfall der Deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion. Damit ist er 11 Jahre und einen Tag älter als ich - und im Übrigen nur ein gutes Jahr älter als meine Schwester, die am 5. Juni 1942 das Licht der Welt erbklickt hat. Dies ist u.a. von eminenter Bedeutung, weil ihr dies in einem NSV-Mütterheim zu Teil wurde - als Ergebnis und Konsequenz aus Hildes Geschichte!

 

Ich bin dann mal weg!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

mit dem 30.9.2017 scheide ich aus dem aktiven Dienst aus und verabschiede mich in den Ruhestand. Ich verbinde dies mit einem Dank an alle Institutsmitglieder. Diesen Dank habe ich im Vor- bzw. Dankwort der anliegenden Schrift explizit formuliert. Ich habe unserem Institut fast 25 Jahre angehört, und mein Dank schließt insofern selbstverständlich diejenigen ein, die in all den Jahren in unserem Verantwortungsbereich tätig waren. Insofern nimmt sich die Spanne an gemeinsamer Zeit, die ich mit der Mehrheit der jetzt innerhalb des Instituts arbeitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbracht habe, bescheiden aus. Es war nicht einmal Zeit, sich kennenzulernen.

"Situationen fordern verantwortliches Teilnehmen"

Bloß weil einer tot ist? Ulrich Beck ist tot und auch Ernst Begemann ist tot. Der eine gilt als weltweit anerkannter Soziologe - der andere (so Rudi Krawitz) als einer der "renommiertesten Repräsentanten der Sonderpädagogik" (zumindest an der Universität Koblenz-Landau). Man kann beiden noch zuhören. Ich nenne es "Ruf aus dem Jenseits" - zumindest im Falle von Ulrich Beck. Bei Ernst Begemann ist es "Wirklichkeit als Dialog" - eine Publikation aus dem Jahre 2001, die gegenwärtig nachhallt.

   

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