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Was ist falsch an der Weihnachtsgeschichte? Eine kleine Skizze

und obendrüber, da schneit es!

Heute ist der 25.12.2017, der erste Weihnachtstag – der Geburtstag Jesu. Im Halbdusel – noch im Bett – habe ich in einer Art Faktencheck Petra Gersters Auseinandersetzung mit der historischen Haltbarkeit der Weihnachtsgeschichte verfolgt; der Geschichte von der Werner Siefer (ZEIT, 52/2015, S. 43) behauptet, sie sei in der Wiedergabe des Evangelisten Lukas „eine richtig gut Story“.

 

Jetzt habe ich doch noch meine Weihnachtsgeschichte gefunden

Liebe Tina,

vielen Dank für eure Weihnachtsgrüße. Lange schon wollte ich dir einmal schreiben - immer noch vor allem in Dankbarkeit für das schöne Fest im September und euren/deinen Beitrag. Wahrscheinlich habe ich versucht in den vergangenen drei Monaten die letzten Jahre zu verdauen. Herausgekommen ist dabei die notwendige Ordnung dessen, was in den letzten Jahren liegen geblieben ist. Bis man alles  g e r e g e l t  hat, was einen dann zu einem Pensionär macht, fließt viel Wasser die Mosel und den Rhein hinab. Und dennoch gewinnt man bei alledem ein anderes Gefühl für  Z E I T - sie verflüchtigt sich, wird knapp und knapper; für mich jeden Tag spürbar und spürbarer.

Maximilian Probst: "Umdenken oder untergehen!"

Ein gutes Dreivierteljahr später titelt die ZEIT (32/18) "Zukunft im Schwitzkasten". Und Stefan Schmitt meint: "Der heiße Sommer führt uns die Folgen des Klimawandels vor Augen". Dass es im Sinne von Maximilian Probst ums "Umdenken oder Untergehen" geht, wird von Stefan Schmitt nüchtern, schlicht und faktisch unterlegt mit Blick auf einen Sommer, der Ende April mit Hitzewellen begann und weiten Teilen der Nordhalbkugel Extremwetter brachte - Schweden brennt. Um die Alternativlosigkeit der Probstschen Dialektik zu untermauern führt Schmitt fünf Punkte mit dem einleitenden Satz zum Phänomen des Extremwetters auf:

"Was wir längst kennen, ist sein Kontext. Dieser Sommer hat sozusagen einen großen theoretischen Unterbau:

  • Wir wissen, dass die globale Mitteltemperatur seit beginn der Industrialisierung schon um rund ein Grad angestiegen ist.
  • Wir wissen, dass die Erwärmung Hitzewellen häufiger und heftiger macht.
  • Wir wissen, dass der Zusammenhang bei Hitzewellen klarer ist als etwa bei Stürmen und Starkregen.
  • Wir wissen, dass die Temperaturen in der Arktis doppelt so schnell steigen wie im globalen Durchschnitt.
  • Wir wissen, dass von den zehn weltweit wärmsten Jahren seit Beginn der Messungen neun im 21. Jahrhundert liegen. Und die drei allerwärmsten waren 2015, 2016 und 2017...

Was wir in diesem Hitzesommer sehen? Wir sehen die Zukunft."

Das Menetekel lautet also  mit Maximilian Probst umso eindringlicher:

Umdenken oder Untergehen!

 

Touristen mögen keine Touristen - immerhin!

Kleine Vorbemerkung zu der Tatsache, dass Maximilian Probst mit seiner Kritik des tradierten Bildungsbegriffs uns alle meint: Gestern haben wir einen schönen Abend mit Freunden in der Stadt verbracht. Dabei haben uns die Freunde noch einmal auf beeindruckende Weise verdeutlicht, dass sie keine Touristen mögen. Das haben sie mit fast allen Touristen gemeinsam, so dass die nachfolgende Mahnung, lieber Maximilian Probst, selbst wenn man schon Enkelkinder hat,  aller Voraussicht nach ungehört verhallen wird!

Umdenken oder untergehen!

Maximilian Probst wurde 1977 in Hamburg geboren, wo er Philosophie, Geschichte und Germanistik studierte. Danach arbeitete er in Wien für den Passagen Verlag, übersetzte Werke von Paul Virilio, Alain Badiou und Slavoj Žižek. Seit 2011 schreibt er vorwiegend für die ZEIT - so auch in der Ausgabe 44/17 auf der Seite 66: Umdenken oder untergehen – Auf der Suche nach einem neuen Bildungsbegriff!

Mein Demenztagebuch markiert einen Wendepunkt

Demenztagebuch vom 04.05.2008 -

Aktuelle Einlassung vom 10.12.2017

"Seht einmal, wie die Zeit vergeht!" Weiter unten kann man lesen, dass ich vor einem Jahr mit dieser Plattitüde meinen letzten Eintrag in das Demenztagebuch begonnen habe. Morgen würde mein eigener Vater 95 - Rudi Krawitz wird 74. Es sprengt den Rahmen dieses Tagebuches, der Dynamik der aktuellen Entwicklungen gerecht zu werden. Aber wenn eines deutlich ist, dann die Tatsache, dass dies schon lange nicht mehr das Demenztagebuch meines Schwiegervaters Leo ist, sondern dass mehr und mehr Lisa, meine Schwiegermutter, in der Vordergrund tritt.

 

Ich bin dann mal weg!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

mit dem 30.9.2017 scheide ich aus dem aktiven Dienst aus und verabschiede mich in den Ruhestand. Ich verbinde dies mit einem Dank an alle Institutsmitglieder. Diesen Dank habe ich im Vor- bzw. Dankwort der anliegenden Schrift explizit formuliert. Ich habe unserem Institut fast 25 Jahre angehört, und mein Dank schließt insofern selbstverständlich diejenigen ein, die in all den Jahren in unserem Verantwortungsbereich tätig waren. Insofern nimmt sich die Spanne an gemeinsamer Zeit, die ich mit der Mehrheit der jetzt innerhalb des Instituts arbeitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbracht habe, bescheiden aus. Es war nicht einmal Zeit, sich kennenzulernen.

   

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