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Meine Weihnachtsgeschichte 2025
Die Flut der Ereignisse lässt mich lieb gewonnene Gewohnheiten neu ordnen. Beim erneuten Lesen von: Wenn ich noch einmal Kind sein dürfte ist mir aufgefallen, dass das Urmotiv, das ich mit meinen Kindheitserinnerungen verbinde, in der Vielzahl der Anmerkungen unterzugehen droht. Das ist schlicht der Tatsache geschuldet, dass auf der einen Seite die Abschiede zahlreicher werden. Auf der anderen Seite wächst unsere Familie. Unser viertes Enkelkind, Lia-Sophie, hat am 10. September 2025 das Licht der Welt erblickt.
Daher habe ich mich entschlossen, zu meinem Urmotiv zurückzukehren und mich auf meine Weihnachtsgeschichte zu beschränken. Da sich mit zunehmenden Alter abschiedliche und aufbrechende Perspektiven immer stärker miteinander verschränken, halte ich die alte Tradition insofern bei, als ich hier einen Link setze, mit dem man das alte Format aufrufen kann. In diesem Format habe ich - in einer Art Chronistenpflicht - all jene Ereignisse festgehalten, die inzwischen den Rahmen meiner Weihnachtsgeschichte sprengen. So können sich alle eingeladen fühlen - je nach Gusto - die ausufernde (und bebilderte) Version unter Weihnachtsgeschichte 2.0 aufzurufen.
Und nun zum Kern meiner (alten) Weihnachtsgeschichte:
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Sabine Bode: Ein Abend in Maria Laach - Nachgetragene Reflexionen und Anregungen
Es ist der Vortag zum 24. Dezember 2025. Ich arbeite eigentlich an meiner alljährlichen erneuerten Weihnachstgeschichte Wenn ich noch einmal Kind sein dürfte, für die ich mich in diesem Jahr wieder auf das Wesentliche besinnen möchte. Häufiger habe ich schon darauf hingewiesen, dass ein Überblick über die mehr als 600 Beiträge in diesem Blog kaum mehr möglich ist. Einiges ist ja tatsächlich auch auf Papier gebannt; so wie die 100 Beiträge in Kurz vor Schluss I. Zehn Jahre, nachdem ich den "Abend mit Sabine Bode" tagebuchartig festgehalten und diesen Bericht 2017 in Kurz vor Schluss I integriert habe, dient er mir zur morgendlichen Lektüre - eher einem Zufallsgenerator geschuldet als einer absichts- und planvollen Haltung. Ich blättere halt immer wieder einmal in meinen Aufzeichnungen. Und nur die Tatsache, dass ich mich - wiederum einem Zufallsgenerator geschuldet, den wir im Übrigen Lebenslauf nennen - vor fast sechzig Jahren in der Zehnfingerfertigkeit geübt habe: a s d f - j k l ö erlaubt mir heute überhaupt - gewissermaßen in Affengeschwindigkeit - Texte zu generieren, mit denen ich mir und der Welt versuche hinterherzukommen. Das wäre ja alles nicht weiter berichtens- und bemerkenswert, wenn die Zufallsgeneratoren mir aus der Fülle nachgelassener Bibliotheken nicht immer wieder Kostbarkeiten in die Hände spielen würden.
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Café Hahn-Jahreskalender 2026
Liebe Gäste,
K o b l e n z b l e i b t b u n t
– unter diesem Motto positioniert sich Koblenz – wie die gesamte Republik - seit langem gegen die Versuche von Rechtspopulisten, ihre völkischen Vorstellungen von einem Bio-Deutschtum mehrheitsfähig zu machen. Einer der Leuchttürme in dieser Landschaft ist seit mehr als vierzig Jahren das Café Hahn. Wenn Ihr Café Hahn-Kalender 2026 anklickt, bekommt Ihr auf der einen Seite den Jahreskalender mit den bisher schon feststehenden Veranstaltungsterminen: Auf den Rückseiten gibt es Lyrik aus meiner Feder - unterlegt mit kleinen Informationshäppchen.
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Puh, Patchwork – Wie Familie trotz Trennung gelingen kann (SPIEGEL 52/25, Seite 10-16)
STARK spielt auch eine Rolle (bitte auch unbedingt hier anklicken) - und Andreas Kirchners differenzierter Blick auf Trennungen
Es beginnt mit einer offenen Patchwork-Elterngruppe. Sie soll Raum für ehrlichen Austausch bieten. Dann werden eine Fülle alltäglicher Probleme angerissen – mit dem Resümee:
„Die Elterngruppe könnte überall tagen. Sie steht beispielhaft für Hunderttausende Menschen in Deutschland, Schätzungen zufolge lebt hier in jeder zehnten Familie ein Stiefelternteil. In diesen zusammengewürfelten Familien sind die Eltern geschieden oder getrennt, die Töchter und Söhne wohnen vorwiegend bei einem Elternteil oder pendeln zwischen Mutter und Vater.“
Wir langen an bei dem, was die Soziologie komplexe Stieffamilien nennt. Dem SPIEGEL-Beitrag – das muss man ihm ehrenhalber zugutehalten – geht es nicht um eine euphemistische Glättung von Entwicklungstrends, die selbstredend ihre Tücken in sich bergen:
Weiterlesen: Puh, Patchwork – Wie Familie trotz Trennung gelingen kann
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Advent 2025 - noch ist nicht Weihnachten!
Elf Jahre sind vergangen seit Richard Linklaters Boyhood, seit Pippo Pollinas L'Appertenenza (siehe nachstehenden Beitrag: Gibt es Elfen, Papa? - "Boyhood" gewinnt einen Golden Globe! aus dem Jahr 2014). In den mörderischen Beobachter meiner Selbst und der mir Nahen war ich da schon lange hineingewachsen. 2001 habe ich dann mit meinen Erzählungen begonnen. Mit Kurz vor Schluss II habe ich dann zwanzig Jahre später einen weiten Bogen gespannt und mich tatsächlich dem Wagnis ausgesetzt, der Drift meines Lebens weiterhin folgen. Dass ich dabei keine wahrheitsfähigen Ausgrabungen geronnener (Individual-)Geschichte vornehmen konnte/wollte, wird am eindrücklichsten durch die - immer wieder eingestreuten lyrischen Absonderungen; sie wirken bis heute, wie Blitzlichter, die teils ein grelles, teils ein schummriges Licht werfen auf empfindliche lebenslaufbezogene seismografische Ausschläge. Entsprechende Erschütterungen ergeben sich meist bei tektonischen Verschiebungen, die Festgefügtes vielfach erschüttern und auch im extremsten Fall einfach hinwegfegen. Bei Karl Otto Hondrich bin ich auf folgende Sätze gestoßen - derselbe Karl Otto Hondrich, dem ich Einblicke in den Horrortrip ins Niemandsland verdanke:
