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Keine Stimme der AfD - Keine Stimme der AfD - Keine Stimme der AfD

Erich Kästner, der Song, der Text, die Vorgeschichte, die Zielgruppe

2022 habe ich mich in einer ersten Adaption von Erich Kästners Marschliedchen versucht. Ich war entsetzt, frappiert und fasziniert zugleich, wie sehr Erich Kästner mit seinem Marschliedchen einen Ton und einen Zeitgeist trifft, der in der Bundesrepublik nach der Wiedervereinigung zunehmend eine Renaissance erlebt. Mein Text hatte keine Chance Reichweite und Durchschlagskraft zu erzielen.

Die Möglichkeiten, dies mit Hilfe eine KI-basierten software (Suno - AL Music) zu ändern, fiel zusammen mit meiner Wahrnehmung eines jungen Mannes, der seit kurzem als stellvertretender Landesvorsitzender der Generation Deutschland sein rechtsextremes Weltbild in die Welt trägt. Auch nach Güls, wo er geboren worden ist und in meiner Nachbarschaft seine Kindheit und Jugend verbracht hat. Er hat mich zur Moritat der Gülser Lausbuben inspiriert und veranlasst. Ich habe diese Moritat mit meiner Adaption von Erich Kästners Marschliedchen verknüpft und den hier Premiere feiernden Song mit Hilfe der erwähnten KI kreiert. Er versteht sich als Kampfansage und Appell zugleich. Zielgruppe ist einerseits eine breite Öffentlichkeit, die sich seit Jahren gegen eine sich radikalisierende Rechte stellt. Andererseits lege ich Erich Kästner den Appell in den Mund: Kehret um! Ein Appell im Sinne Erich Kästners an die AfD und ihr sogenanntes Vorfeld; eine Moritat aus Koblenz-Güls, denn dort beginnt sie auf dem Plan, wo wir seit Jahrzehnten unser Blütenfest feiern, und wo ein Bücherschrank steht... Der Fackelträger gegen die Umtriebe der Generation Deutschland und der ultrarechten Spacken in der AfD heißt:

 

REDHOTCHILLYJUPP

Erich Kästner und seine Patenschaft

Erich Kästner hätte am 23. Februar seinen 127. Geburtstag gefeiert. Sein Todestag liegt fast 52 Jahre zurück (29. Juli 1974). Ich sehe mich - was seinen Beitrag zu Kreation einer Gebrauchslyrik anbelangt - sehr in seiner Tradition. So übernimmt er nicht nur formal, sondern mit meiner Adaption seines Marschliedchens auch inhaltlich die Patenschaft für die Gülser Lausbubengeschichten.

Man muss folgenden Beitrag lesen, um nachvollziehen zu können, was mich zu den Gülser Lausbubengeschichten veranlasst hat. Die Rückmeldungen zu diesem Beitrag signalisieren mit allerdings, dass viele den Link zur vertonten Version nicht gefunden haben. Diesem ersten Versuch, meinen Texten eine andere Reichweite und Durchschlagskraft zu verleihen, liegt mir aber, wie ich ja im Weiteren begründe, sehr am Herzen. Hier ist der Link zur vertonten Version: Gülser Lausbubengeschichten

Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz

Anzeigentext für's Gölser Blättche

Franz Josef Witsch-Rothmund – Koblenz-Güls
Ich bin 74 Jahre alt und habe mein Lehrerberufsleben lang Sozialkunde als Fach unterrichtet und mich 25 Jahr um politische Bildung in der Lehrerausbildung bemüht. In der ZEIT vom 12. Februar 2026 lese ich im Dossier (S. 13): „Gymnasiasten, die Hitler feiern oder Waffen bauen. Lehrer, die nicht mehr weiterwissen. An Schulen überall in Deutschland kippt gerade etwas – ins Rechtsextreme.“ Während meiner Studienzeit in Koblenz wurde ich ins linksextreme Lager eingeordnet und musste mich wegen vermeintlichen Landfriedensbruch, Beleidigung und Nötigung vor dem Landgericht Koblenz verantworten. Ich schreibe dies hier bewusst auf, da ich nachvollziehen kann, dass der Identifikation mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung unserer Republik durchaus ein Lernprozess zugrundliegen kann.

Alternde Männer - Alte Männer - Männergesundheit?

2020 habe ich diese Etikettierung bereits bemüht, um darauf aufmerksam zu machen, dass sich nicht nur die Welt verändert, sondern auch wir in ihr. 2023 habe ich - ein Jahr, nachdem ich die 70 überschritten hatte - Eckhart Hammers 2015 in der Familiendynamik (4/2015, Seite 286-295) veröffentlichten Beitrag: Schlaglichter auf das Alter(n) des Mannes erneut aufgegriffen, um in unseren Diskurs empirische, geordnete und systemisch begründete Wissenselemente einzubeziehen; in unseren Diskurs? Seit 2018 gibt es eine Männergruppe, die sich pensionistas nennt. Neben den Weltläuften in ihren politischen, sozialen und kulturellen Ausprägungen gewinnen Aspekte von Gesundheit - Männergesundheit - mehr und mehr Anteile im Rahmen unserer montäglichen Treffen; in einem immer scharf gerahmten Zeitfenster von 10-12 Uhr. Das uns verbindende Motiv ist formal mit unserem Austritt aus dem Berufsleben gegeben. Immer wieder gehören auch Gäste zu unserer Runde. Ein gern gesehener Gast war unter anderen Rudi Krawitz.

Joachim Meyerhoff und Simon VerhoevenAch, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

Ich gehe selten in's Kino - auch diesmal eher genötigt. Wie so häufig war ich der Auffassung, meine Lektüre nicht durch eine filmische Inszenierung stören zu lassen. Nun bekenne ich mit diesem Blog-Eintrag, dass es überaus lohnend sein kann, sich der unangenehmen Situation einer intimitätsfeindlichen Kino-Konstellation auszusetzen - ich war verwundert über eine beträchtliche, so nicht erwartete Publikumsresonanz. Andererseits haben Joachim Meyerhoff und Simon Verhoeven sich diese Resonanz redlich verdient! Natürlich kann Kino einerseits nicht, was die Prosa-Aussetzung kann. Aber es kann andererseits so ungleich viel mehr. Was mich bei Simon Verhoevens Inszenierung gleichermaßen fasziniert hat, war einerseits das präzise Spiel der Schauspieler und andererseits die gelungene drehbuchmäßige Adaption eines Stoffes, von dem anzunehmen war, dass es doch mit Blick auf 136 Minuten (das sind immerhin zwei Stunden und 16 Minuten, also das, was man gemeinhin Überlänge nennt) einer Quadratur des Kreises gleichkäme, diesem Stoff gerecht zu werden.

   
© ALLROUNDER & FJ Witsch-Rothmund
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