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Bodo Wartke - Jahrgang 1977

chrismon 5/26, Seite 24

Bodo Wartke war mir vom Namen her bekannt. Aber ich hatte bislang keinen wirklichen Zugang zu seinem Werk - ja, ein Werk von beachtlichem Umfang und von beachtlicher Qualität. Nun ist er mir in chrismon begegnet. Er gibt bzw. erlaubt in dem sehr begrenzten Format Fragen an das Leben Enblicke in ein Leben als Künstler - und insbesondere als Kind seiner Mutter bzw. als Bruder einer Schwester, die kurz nach ihrer Geburt stirbt; da ist Bodo Wartke drei Jahre alt. Warum nun diese Aufmerksamkeit meinerseits - ein mit 74 Jahren junger Alter, der in diesem hohen Alter eine zweite - oder die, wie auch immer, wievielte Karriere beginnt (im Übrigen keine Karriere im üblichen Sinne, sondern eine, die im Sinne einer Lebensbilanz ähnlich ausfällt, wie Bodo Wartkes Zwischenbilanz: "Ich tue das, was ich liebe, und ich bin in der Lage, davon meinen Lebensunterhalt zu bestreiten, das ist ein ganz großes Privileg, das erfüllt mich mit großer Dankbarkeit und Demut.").

Carl Schmitt - Er schon wieder

ZEIT 19/26, Seite 39

Alexander Cammann: Er schon wieder - In Washington macht der rechte Vordenker Carl Schmitt 40 Jahre nach seinem Tod eine gefährliche Karriere. Offenbaren jetzt seine Kriegstagebücher bisher Verborgenes

Sehr geehrte Leserbrief-Redaktion,

er schon wieder - auf diese Idee könnten Sie kommen, wenn ich mich zum wiederholten Mal zu Carl Schmitt äußere. Dies im Übrigen auch durch eine Ergänzung seiner vermeintlich - zumindest aus der Sicht Carl Schmitts wissenschaftlich legitimierten - neutralen Analyse einer seinsmäßig verbürgten Wirklichkeit (die in einer Ontologie der Freund-Feind-Kategorisierung gipfelt). Diese "Ergänzung" beruht auf dem Nachweis, dass Carl Schmitt seiner "wissenschaftlich neutralen Deskription und Analyse" vermittelt durch seine Tagebücher (1930-1934, veröffentlicht im Akademie Verlag, Berlin 2010) Handlungsoptionen nahelegt, wie sie in "Der Führer schützt das Recht" oder in der Klassifizierung der Nürnberger Gesetze als einer "Verfassung der Freiheit" konkrete Gestalt annehmen.

Es ist kein Leserbrief, aber vielleicht eine Bestätigung für Alexander Cammann, dass man Carl Schmitt in der Tat nie aus dem Blick verlieren darf (durfte), wenn es darum geht, einen der zentralen rechten Vordenker in seinen gleichermaßen drastischen wie subtilen Botschaften ernst zu nehmen. Dazu ist ein Quellenstudium unabdingbar, das sich nicht nur "internationalen Schmitt-Experten", sondern allen am Erhalt unserer Demokratie Interessierten aufnötigt.

Ich danke den ZEIT-RedakteurInnen für die hier immer wieder einem breiten Publikum ermöglichten Einsichten in eine unselige deutsche Traditionslinie (politischer Theorie).

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Franz Josef Witsch-Rothmund

(die Rolle Carl Schmitts - mit seinem frühen Gegenspieler Immanuel Kant - gibt es unterdessen auf vertont: Auf unserer Reise durch ein langes Jahr:

https://www.instagram.com/p/DWrAgzej3HJ/)

- demnächst auch als Podcast

Miriam Amro: DER BH FÜR DEN PO

- ein erster assoziativer Auftakt zu Radio-RedHotChillyJupp (geht in den nächsten Wochen auf Sendung)

Zu meinem 74. Geburtstag, am 21. Februar 2026 - ich bin lediglich schlappe sechs Jährchen jünger als  DIE ZEIT - wartete das ZEIT-Magazin mit dem Titel auf: SO? ODER SO? und zeigt Mode - modisch gekleidete weibliche Wesen auf zwei separaten Titelseiten. Die ZEITmagazin-Redaktion eröffnet ihre kurze Einleitung mit Walter Benjamin recht prominent:

Warum Dummheit weh tut! Eine vielleicht nicht ganz passende Analogie zu der Frage: Warum Liebe weh tut.

Wer nicht lesen will, kann - auch vorab - schon hören:

 

Wer wir sind

Wie kann das sein?

Hier kräht der Krah

Ein Jahr neigt sich dem Ende

Gülser Lausbubengeschichten

Hoh, Hoh, Hoh*

 

Horst schenk uns...

 

1990 erschienen in der Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung zwei opulente Bände: Zur Theorie und Praxis politischer Bildung (Band 290) sowie: Umbrüche in der Industriegesellschaft - Herausforderung für die politische Bildung (Band 284). Ich hatte mit zwei Beiträgen daran meinen Anteil. Entschließt man sich zu einem pauschalen Gesamtresümee im Hinblick auf die Frage, ob die politische Bildung den seinerzeit formulierten Herausforderungen gerecht geworden ist, muss man einräumen, dass sie diesen Anspruch bzw. Erwartung nahzu zur Gänze verfehlt hat. In Band 284 gelangt Wolfgang Hilligen 1989 - seinerzeit einer der Impressarios der politischen Bildung - zu der Einsicht:

Warum Liebe weh tut? (hinter diesem Link verbirgt sich eine entsprechende Playlist - hier die in sich geschlossene Playlist: Warum Liebe weh tut - ohne Kommentare - einfach anklicklen)

Ein wenig systematischer und chronologischer kann - wer denn mag - diesem biografischen Zyklus folgen, indem sie/er die nachstehenden Links nacheinander anklickt.

   
© ALLROUNDER & FJ Witsch-Rothmund
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