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Lass uns miteinander reden - Adrian im Gespräch mit Josef oder: Hallo ist da jemand?

Über's Bloggen

Es gibt übrigens an anderer Stelle ein interessantes Zwiegespräch zwischen Adrian und Josef über's Büchermachen. Da erfährt man einiges über die Motive, die auch für Josefs Bloggen insgesamt aufschlussreich sind.

Adrian und Jupp

Adrian:   Hallo - ist da jemand? Ihr erinnert euch; jeder neue Abschnitt beginnt mit Adrians Weckruf.

Josef:       "Reformationstag" - morgen ist "Allerheiligen" - der 1. November! Die letzten Monate hatten es in sich. Claudia ist 60; ihr 60ster Geburtstag ist Andreas Krawitzens Todestag, Peter Valder ist ebenso gestorben wie Wilfried Jansen. Hilde Ackermann hat die 95 noch vollendet, während ein Kollege - Heinz Remm - mit gerade 57 vor wenigen Tagen verstorben ist. Und was ich immer bestritten habe, scheint sich nun doch zu bewahrheiten: Seit 8 Monaten lebt meine Schwiegermutter nicht nur mit uns unter einem Dach, sondern sie lebt mitten in unserer Familie. Es ist schon bemerkenswert, dass wir nun erleben, dass mit unserern Eltern - sofern sie eben noch leben - eine Generation der Fürsorge bedarf und uns damit zunehmend vor eine schwierige Aufgabe stellt.

Adrian:    Euch doch nicht. Seit Jahrzehnten stellt ihr euch dieser Aufgabe und habt es doch gut hinbekommen - deinen Schwiegervater habt ihr doch lange Jahre bis zu seinem Tod zu Hause gepflegt!?

Josef:      Ja, aber bei meiner Schwiegermutter steht ja mehr die (Re-)Integration in eine Familie an. Leo war ja die letzten drei Jahre ans Bett gefesselt. Lisa hat - wenn auch mühsam - wieder gehen gelernt und bewegt sich an guten Tagen mit ihrem Rollator durch unsere Wohnetage. Es wäre vermutlich sinnvoller gewesen, sich den Treppenlifter zu ersparen und ihr eben von vorne herein auf dem 1. Obergschoss, wo sie ihr Zimmer hat, ein angemessenes Umfeld zu schaffen. Sie verlässt ja das Haus ohnehin nicht mehr.

Adrian:    Was hat den diesen Sinneswandel in dir ausgelöst? Warum plädierst du denn für eine soziale Isolation deiner Schwiegermutter? Das wäre es doch de facto!

Josef:       Das führt wohl hier zu weit. Ich muss das wohl im Kontext des Demenztagebuchs aufgreifen und erörtern. Der Sinneswandel beruht schlicht auf der Tatsache, dass die Schwiegermutter eher damit beginnt, uns sozial zu isolieren. Aber lies im Demenztagebuch weiter!                  

Adrian:   Hallo - ist da jemand? Ihr erinnert euch; jeder neue Abschnitt beginnt mit Adrians Weckruf.

Josef:       Nicht nur sieben Wochen Tauchstation, sondern monatelang kein Lebenszeichen! Meine linke Schulter ist fast wieder die alte, und in meinem Blog war ich sehr umtriebig.

Adrian:     Das kann man wohl behaupten. Von Plan I über Plan III bis hin zu Deiner letzten versöhnlichen Replik auf Herrn Hammes scheint Dich vor allem Phase V - das Fürsorgliche Finale - sehr zu beschäftigen.

Eine 28-jährige Soziologin, die hier Sophie heißen soll!

(Elisabeth von Thaddeen in der ZEIT 24/2015, S. 59-61)

22. Juni 2015, ein Montagmorgen kurz nach 8.00 Uhr an der Uni Koblenz. Ich betrete das C-Gebäude, in dem mein Büro liegt - in umittelbarer Nachbarschaft zum Sekretariat unseres Instituts (für Allgemeine Didaktik und Schulpädagogik). Vor mir geht offensichtlich eine Studentin die Treppe hoch. Sie wählt denselben Weg und steht vor der (noch) verschlossenen Sekretariatstüre. Ich frage sie, was ihr Anliegen ist, und sie erklärt, sie sei heute morgen gekommen, um einen Prüfungstermin für ihre Modulabschlussprüfung zu vereinbaren. Dazu muss man wissen, dass wir innerhalb unseres Instituts einen Service vorhalten, der es den Studierenden erlaubt, über unser Sekretariat mit Hilfe von Terminlisten individuelle Prüfungstermine zu vereinbaren. An der Türe lese ich, dass das Sekretariat heute erst um 13 Uhr öffnet - offensichtlich ist eine unserer Sekretärinnen kurzfristig erkrankt. Ich öffne die Türe - natürlich weiß ich, wo sich die Listen befinden. Da die Studentin ihren Wunschprüfer benennen kann, biete ich ihr zwei Termine im Juli an. Sie bittet mich nachzuschauen, ob es auch im August noch Termine gäbe.

21 x 21 - die Quersumme von 21 ist

3

 

21 21 21 21 21 21 21 21 21 21 21 21 21 21 21 21 21 21 21 21 21 21 21 21 21

(2 + 1 = 3)

21 – 06 – 94            12 – 11 – 55

12 12 12 12 12 12 12 12 12 12 12 12 12 12 12 12 12 12 12 12 12 12 12 12 12

(1 + 2 = 3)

12 – 11 – 55           21 –06 – 94

21 x 21

– 06 – 94

21 x 21 = 441

441 – 6 – 94 = 341

3 = 4 – 1 = 3

 

(05.06.1942*) Ulla

(21.02.1952*) Franz Josef

(12.11.1955*) Wilfried (21.06.1994+)

Zum einundzwanzigsten Mal jährt sich am Sonntag der

einundzwanzigste Juni 1994;

Die Idee der "wechselseitigen Komplettberücksichtigung im Modus der Höchstrelevanz" (Peter Fuchs) als Begründung von Intimität - Von der Liebesbeziehung zur Freundschaft? (Arnold Retzer)

Die Idee der "wechselseitigen Komplettberücksichtigung im Modus der Höchstrelevanz" führt zur Idee des Funktionssystems "Intimität" im Kontext einer funktional differenzierten Gesellschaft.

Aus dem Blickwinkel des beginnenden neuen Jahrtausends hatte ich mir die Schriften renommierter (Paar-)Therapeuten vorgenommen und sie in dialogischer Manier - unterstützt durch mein alter ego Adrian Nemo "zum Sprechen" gebracht. Folgende Quellen liegen den "Interviews" zugrunde: Arnold Retzer: Systemische Paartherapie Konzepte - Methoden - Praxis, Stuttgart 2004; David Schnarch: "Sexual Crucible": Im Schmelztiegel der Sexualität, in: Familiendynamik, 2/04, S. 101-120; Michael Mary: 5 Lügen die liebe betreffend, Hamburg 2001; Ders.: 5 Wege die liebe zu leben, Hamburg 2002; Wolfgang Schmidbauer: Die heimliche Liebe - Ausrutscher, Seitensprung, Doppelleben, Hamburg 1999; Julia Onken: Geliehenes Glück - Ein Bericht aus dem Liebsalltag, München 1991 

Harald Martenstein hat die Lösung: Freundlichkeit: Ja bitte. "Wertschätzung": Nein danke

Harald Martenstein, Virtuose der journalistischen Kleinform, gibt mir Gelegenheit, die ernsthafte Auseinandersetzung mit der Inklusions-Exklusionsdebatte feuilletonistisch zu kommentieren. In der Nr. 23 des ZEIT-Magazins vom 3. Juni 2015 unterbreitet er auf Seite 6 einen "Vorschlag zur Verbesserung der Welt", für den er allerdings keinen Originalitätsanspruch erheben kann. Peter Sloterdijk hat ihn bereits vor Jahren aus der von Niklas Luhmann angedeuteten Haltung der "Selbstdesinteressierung" abgeleitet (Peter Sloterdijk: Luhmann, Anwalt des Teufels, Von der Erbsünde, dem Egoismus der Systeme und den neuen Ironien, in: Luhmann Lektüren, Kadmos-Berlin 2010). Da ist die Rede vom "Theorietreiben auf der Stufe der dritten Ironie".

   
   
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