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Erich Kästner und seine Patenschaft

Erich Kästner hätte am 23. Februar seinen 127. Geburtstag gefeiert. Sein Todestag liegt fast 52 Jahre zurück (29. Juli 1974). Ich sehe mich - was seinen Beitrag zu Kreation einer Gebrauchslyrik anbelangt - sehr in seiner Tradition. So übernimmt er nicht nur formal, sondern mit meiner Adaption seines Marschliedchens auch inhaltlich die Patenschaft für die Gülser Lausbubengeschichten.

Man muss folgenden Beitrag lesen, um nachvollziehen zu können, was mich zu den Gülser Lausbubengeschichten veranlasst hat. Die Rückmeldungen zu diesem Beitrag signalisieren mit allerdings, dass viele den Link zur vertonten Version nicht gefunden haben. Diesem ersten Versuch, meinen Texten eine andere Reichweite und Durchschlagskraft zu verleihen, liegt mir aber, wie ich ja im Weiteren begründe, sehr am Herzen. Hier ist der Link zur vertonten Version: Gülser Lausbubengeschichten

Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz

Anzeigentext für's Gölser Blättche

Franz Josef Witsch-Rothmund – Koblenz-Güls
Ich bin 74 Jahre alt und habe mein Lehrerberufsleben lang Sozialkunde als Fach unterrichtet und mich 25 Jahr um politische Bildung in der Lehrerausbildung bemüht. In der ZEIT vom 12. Februar 2026 lese ich im Dossier (S. 13): „Gymnasiasten, die Hitler feiern oder Waffen bauen. Lehrer, die nicht mehr weiterwissen. An Schulen überall in Deutschland kippt gerade etwas – ins Rechtsextreme.“ Während meiner Studienzeit in Koblenz wurde ich ins linksextreme Lager eingeordnet und musste mich wegen vermeintlichen Landfriedensbruch, Beleidigung und Nötigung vor dem Landgericht Koblenz verantworten. Ich schreibe dies hier bewusst auf, da ich nachvollziehen kann, dass der Identifikation mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung unserer Republik durchaus ein Lernprozess zugrundliegen kann.

Joachim Meyerhoff und Simon VerhoevenAch, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

Ich gehe selten in's Kino - auch diesmal eher genötigt. Wie so häufig war ich der Auffassung, meine Lektüre nicht durch eine filmische Inszenierung stören zu lassen. Nun bekenne ich mit diesem Blog-Eintrag, dass es überaus lohnend sein kann, sich der unangenehmen Situation einer intimitätsfeindlichen Kino-Konstellation auszusetzen - ich war verwundert über eine beträchtliche, so nicht erwartete Publikumsresonanz. Andererseits haben Joachim Meyerhoff und Simon Verhoeven sich diese Resonanz redlich verdient! Natürlich kann Kino einerseits nicht, was die Prosa-Aussetzung kann. Aber es kann andererseits so ungleich viel mehr. Was mich bei Simon Verhoevens Inszenierung gleichermaßen fasziniert hat, war einerseits das präzise Spiel der Schauspieler und andererseits die gelungene drehbuchmäßige Adaption eines Stoffes, von dem anzunehmen war, dass es doch mit Blick auf 136 Minuten (das sind immerhin zwei Stunden und 16 Minuten, also das, was man gemeinhin Überlänge nennt) einer Quadratur des Kreises gleichkäme, diesem Stoff gerecht zu werden.

Alternde Männer - Alte Männer - Männergesundheit?

2020 habe ich diese Etikettierung bereits bemüht, um darauf aufmerksam zu machen, dass sich nicht nur die Welt verändert, sondern auch wir in ihr. 2023 habe ich - ein Jahr, nachdem ich die 70 überschritten hatte - Eckhart Hammers 2015 in der Familiendynamik (4/2015, Seite 286-295) veröffentlichten Beitrag: Schlaglichter auf das Alter(n) des Mannes erneut aufgegriffen, um in unseren Diskurs empirische, geordnete und systemisch begründete Wissenselemente einzubeziehen; in unseren Diskurs? Seit 2018 gibt es eine Männergruppe, die sich pensionistas nennt. Neben den Weltläuften in ihren politischen, sozialen und kulturellen Ausprägungen gewinnen Aspekte von Gesundheit - Männergesundheit - mehr und mehr Anteile im Rahmen unserer montäglichen Treffen; in einem immer scharf gerahmten Zeitfenster von 10-12 Uhr. Das uns verbindende Motiv ist formal mit unserem Austritt aus dem Berufsleben gegeben. Immer wieder gehören auch Gäste zu unserer Runde. Ein gern gesehener Gast war unter anderen Rudi Krawitz.

Dietmar Kamper und Rudi Krawitz

Dietmar Kamper und Rudi Krawitz wirken im Rückblick ebenso abgeklärt wie Julian Barnes.

Der nachfolgende Beitrag ist bereits 2016 - vor fast zehn Jahren - Blog-mächtig geworden. In Kurz vor Schluss (Koblenz 2017) ist er als Beitrag 67 (S. 590-597) berücksichtigt. Ich habe ihn heute morgen noch einmal gelesen und mich der Gespräche mit Rudi erinnert. Er kannte und schätzte Dietmar Kamper. Rudis pädagogisches Credo soll hier mit zwei zentralen Hinweisen verdeutlicht werden. Er vertrat die Einheit von Leib, Seele und Geist, indem er einerseits forderte (Hervorhebungen FJWR):

"Allein eine pädagogische Praxis, in der der Leib ausdrücklich zugelassen ist, kann Kindern sowohl das extensive (raumeinnehmende) Ausagieren ihrer individuellen Befindlichkeit wie auch die intensive (angestrengte) Auseinandersetzung mit der äußeren Welt möglich machen, so daß sie selbst in zunehmendem Maße erleben, in ihrem Leib wirk-lich in jeder Hinsicht (nach innen und nach außen) zu Hause zu sein (S. 300)."

und andererseits anmerkte:

   
© ALLROUNDER & FJ Witsch-Rothmund