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Warum Liebe weh tut (hinter diesem Link verbirgt sich eine entsprechende Playlist)
Ein wenig systematischer und chronologischer kann - wer denn mag - diesem biografischen Zyklus folgen, indem sie/er die nachstehenden Links nacheinander anklickt.
Warum Liebe weht tut? Diese Titelgebung ist für einen - inzwischen zur soziologischen Standardliteratur gehörenden - Klassiker zumindest ungewöhnlich. Eva Illouz wird im Klappentext ihrer bereits 2011 erschienen Monographie als "die Meisterin der soziologischen Analyse der Gefühlswelt moderner Menschen" gepriesen. Sie betont eindringlich und überzeugend den Unterschied zwischen dem Liebeskummer zu Zeitern Jane Austins und der Art und Weise wie wir ihn heute erfahren und damit umgehen. Ihr Anpsruch ist es zu zeigen, inwiefern der Liebesschmerz wesentlich von den gesellschaftlichen Bedingungen der jeweiligen Zeit geprägt wird. Ihre Kernthese stellt in Abhängigkeit von zeitgeistbetonten Einflüssen denn vor allem auch die Einsicht in der Vordergrund, dass die beobachtbaren Ausprägungen von Liebesschmerz in der Hochzeit des Individualismus eben kein rein individuelles Problem darstellen:
"Das Leiden an der Liebe ist ein soziologisches Phänomen" untersucht Eva Illouz untersucht, wie einst Marx den Warentausch im beginnenden Kapitalismus analysierte: "in Begriffen des Tauschs zwischen ungleichen Marktteilnehmern" werdenBeziehungskrisen, digitale Heiratsmärkte, neue Mechanismen der Partnerwahl, Strategien zwischen Marktförmigkeit und romantischen Vorstellungswelten als Kontextbedingungen zeitgenössischen Liebesleidens in den Blick genommen.
Meinen eigenen Analysen haben Eva Illouz Anregungen häufig als Wort- und Schrittmacher gedient. Aber es sind seit Jahrzehnten darüber hinaus beispielsweise Arnold Retzer, Karl Otto Hondrich, Peter Fuchs, Julia Onken, Detlef Klöckner, Michael Mary oder David Schnarch, die in ähnlicher Weise, wie Eva Illouz das Feld der Liebe in all ihren Spielarten einem analytischen, aber eben auch praxistauglichen Tiefenblick unterzogen haben.
Inzwischen gehe ich dazu über, meine eigenen Erfahrungen, die auf poetische Weise in kompakter, lyrisch verdichteter Form vorliegen, als Poesie dadurch aufzuwerten, dass ich mit entsprechenden Vertonungen sowohl emotionale wie analytische Dimensionen des Erlebens und Reflektierens zu jeweiligen eigenen, kleinen Gesamtkunstwerken verdichte.
Der obige Link führt zu einer Youtube-basierten Playlist, die ich hiermit beginne auseinanderzudröseln, indem ich einzelne Stück vorstelle und kurz kommentiere. Dabei beginne ich mit einem übergeordneten Aspekt. Ich klassifiziere meine lyrischen Bemühungen und entlasse sie sozusagen wie eigene Kinder in die Welt:
Das zweite Stück beobachtet uns - pardon mich - auf dem Weg in die Welt der Liebe; in den späten 60 und frühen 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts existierten - möglicherweise in größerer Naivität und Unbefangenheit Vorstellungen von einer romantischen Liebe, die uns durchs Leben tragen sollten. Die Brüche waren unausweichlich und tragen das Lied auf eine schmerzliche Weise weit hinein in die sich sanft bis abrupt einstellenden Korrekturen eines romantisch verstellten Realitätskonzepts:
Nun endet dieses Lied (Gedicht) mit der abgeklärt, trotzig-nüchternen Feststellung: Die Lust zu leben? Ja! Der Unterschied? Nach jedem Beben sing ich nun mein Lied. Es zeugt also in erster Linie davon, dass die Vorstellung einer übers Leben tragenden romantischen Liebe - sozusagen wie aus einem Guss - zumindest für die allermeisten Paare eine Illusion bleibt. Peter Fuchs würde anmerken: Die Sehnsucht nach einer "wechselseitigen Komplettberücksichtung im Modus der Höchstrelevanz" mag sich als Treiber unverwüstlicher Sehnsüchte nach wie vor etablieren; gelingt es allerdings nicht diese romantische Obession in ein erwachsenes Liebeskonzept - auch und vor allem im Sinne einer Partnerschaft - zu überführen, geht es in der Regel schief. Man sollte zumindest Arnold Retzers Lob der Vernunftehe in Erwägung ziehen.
Seht das Paar und seine Kreise
Ist man einmal bis zu solchen Einsichten gelangt, dann kann man sich auch gelassen und ruhig zurückbesinnen auf das, was Frauen und Männer gleichermaßen - in welchen Konfigurationen auch immer - antreibt; sozusagen im Sinne eines evolutionär alternativlosen Spiels, von dem viele zu Recht sagen, dass es nur zu Zweien gehe. Aber auch hier war und ist Adam Phillips immer schon anderer Meinung gewesen: Monogamie... aber drei sind ein Paar, Frankfurt 1997 - Ihr könnt es gediegen nachlesen in: Franz Josef Witsch-Rothmund/Adrian Nemo: Kopfschmerzen und Herzflimmern, Koblenz 2005 (ISBN: 3-934795-61-7)
Wenn meine Augen trunken sind...
Auch in der Lebensmitte kommt es im Sinne von Adam Phillips zu Verstrickungen, die man auf unterschiedliche Weise erleben, händeln, nutzen und bewältigen kann. Viele - wie Detlef Klöckner - sprechen dann durchaus davon, dass sich erst hier zeige, inwieweit sich Menschen als erwachsene Persönlichkeiten nicht nur in einer heilen Welt einer Pädagogik der Bewahrung zu bewegen vermögen, sondern sich im Sinne einer Pädagogik der Bewährung standhalten und Krisen nicht nur zu bewältigen, sondern möglicherweise auch als Chance zu nutzen vermögen.
Wir sind die Silben auf dem Sprung zur Sprache
Ich ging heut durch ein Kornfeld
Ist man dann redlich alt geworden nach all den Irrungen und Wirrungen, nach all den Häutungen, kann es sein, dass man ein wenig altersweise jene Gelassenheit tatsächlich in sich verspürt, die neben der Demut vor allem die Dankbarkeit in sich verspürt, ein solches Leben gelebt haben zu dürfen. Dazu gehört bei mir gewiss die Einsicht, mein Leben nicht noch einmal leben zu wollen. Denn die Frage, ob ich das denn in Erwägung ziehen könnte, kann ich nur so beantworten: So wie sich ein lebensbedrohlich Erkrankter einer lebensbedrohlichen Rosskur unterzieht, um zu gesunden, war mein Leben - den Höllenritt von 1997 eingeschlossen - wohl alternativlos. Biografie ist kein Spiel. Wer die Welt irgendwann wieder halbwegs klar wahrnehmen möchte, muss den dichten Schleier einer wahnhaft verstellten Weltsicht - und dafür stehen radikale romantische Liebesvorstellungen - lichten und letztlich auflösen. Und dann gelingt vielleicht das, was ich mit Abstand für die stärksten Stücke meines liedgestützen biografischen Parforce-Ritts halte:
Immer wenn die Welt sich offenbart
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Hape Kerkeling in Weimar - hier die Rede als Videomitschnitt
RedHotChillyJupp begegnet dem Braunen Reiter, wie ihn Hubert von Goisern besungen hat und stellt Hape Kerkeling seine singenden Heerscharen zur Seite:
Bücherschränke - Wehrtürme gegen Rechts
mit und für Erich Kästner
alias
Auch der Weihnachtsmann und der Osterhase springen Hape bei:
Apropos Hubert von Goisern:
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Peter Sloterdijk - mit Blick auf seine Sprachmächtigkeit: Handeln im Affekt? Nicht ohne selbstkritische Besinnung! Besinnung in einer Welt der Affekte!
Einzuordnen in den bereits begonenen Versuch, einen Lebenslauf (auch) über Lieder zu kommentieren. Es handelt sich um folgende drei weitere Vertonungen meiner Gedichte, die teils im Verlauf dieses Beitrags (aus 2024) platziert werden:
Von vorne wie von hinten - Wenn meine Augen trunken sind
Sie spürt... - Wenn Zunder bereit liegt
Siehst Du dort auf dem Teller die blutroten Kirschen?
Überarbeitete Fassung - veröffentlicht: 13. Oktober 2024
Ein Text, geschrieben nicht im Affekt, obwohl mein Unverständnis und meine Fassungslosigkeit über die zunehmenden Wählervoten für die AfD bei den letzten Wahlen jede Affekthandlung provozieren. Dies gilt gleichermaßen für den kriminellen Irrsinn, getriggert durch toxischen Männlichkeitswahn, der sich – trotz der #metoo-Debatte - in den sozialen Netzwerken ebenfalls in zunehmendem Maß breitmacht. Man gelangt unwillkürlich zu der Frage, ob Gottfried Benn mit seiner frühen Feststellung: Die Krone der Schöpfung, das Schwein, der Mensch nicht weit an der Realität vorbeigeht und dem Schwein maßlose Ungerechtigkeit widerfahren lässt.
Man macht sich so seine Gedanken über den sogenannten Souverän. Man ist geneigt alle Illusionen fahren zu lassen!
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Horst Schlämmer - meine absolute Verehrung
Ja ich folge da Arno Frank, den ich seinerseits außerordentlich schätze. Er meint, dass Hape Kerkeling auch deshalb ein Großer sei, weil er seine Größe gerade nicht gegen politisches Sendungsbewusstsein verpfändet habe. Horst Schlämmer sucht das Glück sei deshalb eine Komödie, wie sie in dieser reinen Form nur noch selten gedreht werde, und Kerkeling mache exakt die heitere, leicht anarchische, augenzwinkernde Unterhaltung, für die er zu Recht berühmt geworden sei.
Ich erweise nicht nur dem Horst Schlämmer meine Referenz, der - wie wir alle - das Glück sucht. Horst Schlämmer, lieber Hape Kerkeling, und da sage ich ja weiß Gott nichts Neues, ist für mich der moderne Harlekin, der Narr, der uns verschmitzt und vermeintlich unschuldig den Spiegel vorhält und dabei nicht nur dem Kaiser die Kleider auszieht.
RedHotChillyJupp begibt sich mit Horst auf die Suche nach dem Glück und erweist seine Verehrung und seinen Respekt in
