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(M)Ein Adventskalender (10) heute öffnen wir das zehnte Türchen/Fensterchen
Donnerstag ist immer Festtag. In der Regel stehe ich früher auf, heute schon um 6 Uhr. Ich gehe mit Akribie an meine Übungen. Nach einer guten halben Stunde bereite ich dann das Frühstück vor und gehe - wie immer donnerstags - mit einer gewissen Neugier zum Briefkasten. Dort liegen die Rhein-Zeitung und die aktuelle ZEIT für mich bereit. Ich blättere die Rhein-Zeitung durch, lege sie bei Seite und beginne mein wöchentliches Ritual - ich schaue im Inhaltsverzeichnis, der ZEIT nach, ob sich etwas aufdrängt. Ich interessiere mich nicht für Chemie - leider! Dennoch bleibe ich auf der Seite 19 hängen. Benjamin List schaut mir entgegen. Über ihm schweben fünf schwarze, fett gesetzte Wörter, die sich zu einer sinnvollen semantischen und grammatikalischen Ordnung fügen: Das Experiment meines Lebens (ZEIT 51/21, S. 19-21 - Benjamin List im Interview mit Malte Henk und Benjamin Senkter).
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Benjamin List: Das Experiment meines Lebens
Donnerstag ist immer Festtag. In der Regel stehe ich früher auf, heute schon um 6 Uhr. Ich gehe mit Akribie an meine Übungen. Nach einer guten halben Stunde bereite ich dann das Frühstück vor und gehe - wie immer donnerstags - mit einer gewissen Neugier zum Briefkasten. Dort liegen die Rhein-Zeitung und die aktuelle ZEIT für mich bereit. Ich blättere die Rhein-Zeitung durch, lege sie bei Seite und beginne mein wöchentliches Ritual - ich schaue im Inhaltsverzeichnis, der ZEIT nach, ob sich etwas aufdrängt. Ich interessiere mich nicht für Chemie - leider! Dennoch bleibe ich auf der Seite 19 hängen. Benjamin List schaut mir entgegen. Über ihm schweben fünf schwarze, fett gesetzte Wörter, die sich zu einer sinnvollen semantischen und grammatikalischen Ordnung fügen: Das Experiment meines Lebens (ZEIT 51/21, S. 19-21 - Benjamin List im Interview mit Malte Henk und Benjamin Senkter).
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(M)Ein Adventskalender (9) heute öffnen wir das neunte Türchen/Fensterchen
Im Dezember 1858 hat August Heinrich Hoffmann von Fallersleben den Nußknacker veröffentlicht:
Nußknacker
Nußknacker, du machst ein grimmig Gesicht -
Ich aber, ich fürchte vor dir mich nicht:
Ich weiß, du meinst es gut mit mir,
Drum bring ich meine Nüsse dir.
Ich weiß, du bist ein Meister im Knacken:
Du kannst mit deinen dicken Backen
Gar hübsch die harten Nüsse packen
Und weißt sie vortrefflich aufzuknacken.
Nußknacker, drum bitt ich dich, bitt ich dich,
Hast bessre Zähn als ich, Zähn als ich.
O knacke nur, knacke nur immerzu!
Ich will dir zu Ehren
Die Kerne verzehren.
O knacke nur, knack, knack, knack! immerzu!
Ei, welch ein braver Kerl bist du!
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(M)Ein Adventskalender (9) heute öffnen wir das neunte Türchen/Fensterchen
Im Dezember 1858 hat August Heinrich Hoffmann von Fallersleben den Nußknacker veröffentlicht:
Nußknacker
Nußknacker, du machst ein grimmig Gesicht -
Ich aber, ich fürchte vor dir mich nicht:
Ich weiß, du meinst es gut mit mir,
Drum bring ich meine Nüsse dir.
Ich weiß, du bist ein Meister im Knacken:
Du kannst mit deinen dicken Backen
Gar hübsch die harten Nüsse packen
Und weißt sie vortrefflich aufzuknacken.
Nußknacker, drum bitt ich dich, bitt ich dich,
Hast bessre Zähn als ich, Zähn als ich.
O knacke nur, knacke nur immerzu!
Ich will dir zu Ehren
Die Kerne verzehren.
O knacke nur, knack, knack, knack! immerzu!
Ei, welch ein braver Kerl bist du!
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(M)Ein Adventskalender (8) - heute öffnen wir das achte Türchen/Fensterchen
Nimmt man einmal die Blicke durch die bisher geöffneten sieben Kalendertürchen bzw. -fensterchen, dann überwiegt der Eindruck, dass alles, was im Ursprünglichen hier in Verbindung mit den Weihnachtsfest thematisiert worden ist, häufig einer angstbegleiteten und angstbesetzten Welt das Wort redet. Die Religion, die sich als Ideologie über die christlichen Urmotive wie erstarrte Lava gelegt hat, aber auch die Rituale, mit denen Kindern zuvorderst Schuldbewusstsein und Angst vor einer strafenden Instanz vermittelt wurde/wird, sprechen nicht für eine Welt ohne Angst.
