<<Zurück

 
 
 
 

Konturen der Krise und die Bedeutung von Furcht und Angst

Covid19 lässt uns Zeit anders wahrnehmen. Zeit bietet sich an, sie zu gestalten. Ich habe meinen Beitrag zu Günter Altner neu gelesen und nehme nun sein Buch: über leben von der kraft der furcht (Düsseldorf 1992) noch einmal vor und beginne mit seiner Einleitung. Dort lese ich:

"... jedes Kapitel kann für sich gelesen werden. Es ist jedes Mal eine neue Variation über die geheimnisvolle Kraft der Furcht: Das ganze Leben ist von Spuren der Furcht wie von einem Filigran durchzogen und mit Spuren der Furcht unterfüttert. Dies zu wissen, daran anzuknüpfen, das heißt bewusst leben, unter Anerkennung der Grenzen, die gerade auch dem Menschen als endlichem, todesbewussten Wesen gesetzt sind (S. 11)."

Karl Otto Hondrich: Rauft euch zusammen!

Ja, das ist richtig! Die nachstehende Zusammenfassung der Paar- und Familienkultur geltenden Gedanken Karl Otto Hondrichs ist bereits im Einleitungsteil der Mohnfrau erschienen; damals brisant und hochaktuell im Zusammenhang mit der eigenen Paargeschichte. An diesem Gedichtbändchen lässt sich idealtypisch erkennen, wie man gleichermaßen abstrakt wie ungemein konkret den eigenen Irrungen und Wirrungen auf der Spur bleibt. Die Überschrift könnte auch lauten: "Von Karl Otto Hondrich lernen!" Der kommt im fortgeschrittenen Alter zu weisen Einsichten und warnt davor, in krisenhaften Phasen der Paardynamik allzuschnell die Flinte ins Korn zu werfen.

Ich verabscheue Reisen und Forschungsreisende.

Trotzdem stehe ich im Begriff, über meine Expeditionen zu berichten. "Mit diesem berühmten Bekenntnis beginnt eine der faszinierendsten und theoretisch folgenreichsten Reisebeschreibungen des 20. Jahrhunderts. Claude Lévy-Strauss' Traurige Tropen [...] Die konkreten Beschreibungen von Mythen und Riten... verschränken sich mit allgemeinen Analysen gesellschaftlicher Strukturen..., die auch eine nachdrückliche Kritik der westlichen Zivilisation... formulieren (Klappentext der Sonderausgabe des Suhrkamp-Verlags 2008)."

Der Mensch ist, weil er sich verdankt!

Weil ich nicht weiß, ob und wann - covid19-bedingt - die dritte Ausgabe von "Rund um den Laubenhof" erscheint, stelle ich meinen Leitartikel hiermit ins Netz. Es ist mir ein dringendes Anliegen, die bislang erfolgreiche Abwehr des corona-Virus durch das gesamte Laubenhof-Team zu würdigen.

Heute danken wir ganz generell den Pflegerinnen und Pflegern in Deutschland und weltweit sowie ganz besonders dem gesamten Personal im Seniorenzentrum Laubenhof, dem Leitungsteam und allen die Anteil daran haben, dass die ihnen anvertrauten Bewohnerinnen und Bewohner gesund und unbeschadet nicht nur durch die Corona-Zeiten gekommen sind.

Peter Sloterdijk - der Seher, und warum ich ihn so über die Maßen schätze

Der konnte 2009 sehen und vor allem in halbwegs lesbare Sprache übersetzen, was wir heute einzuordnen haben und woraus wir heute überlebenswirksame Schlüsse ziehen müssen. Und: Er konnte locker das schon zusammendenken, was wir heute - Bernd Ulrich und andere - die langsame und die schnelle Krise zu nennen belieben. Peter Sloterdijk selbst nimmt im Interview, das Adam Soboczynski für die ZEIT (16/2020, S. 47 - Für Übertreibungen ist kein Platz mehr) mit ihm führt, nur am Rande Bezug auf seine Monographie: Du musst dein Leben ändern - Über Anthropotechnik (Suhrkamp - damals noch Frankfurt 2009):

   
© ALLROUNDER & FJ Witsch-Rothmund
Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.