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Podcast Ep.21 - Bergfest - ein kommentierter Einstieg mit Musik

Genau acht Wochen ist RHCJ inzwischen mit seinem Podcast online. RHCJ ist eine Kunstfigur, die Erfindung eines 1952 geborenen Rheinländers, der seine Wurzeln im Ahrtal hat und seit mehr als 45 Jahren in Koblenz-Güls zu Hause ist. Hinter ihm verbirgt sich ein typischer sozialer Aufsteiger, aus bescheidenen Verhältnissen stammend. Dieser soziale Aufstieg wiederum verdankt sich einer Bildungsbiografie, die der sozialdemokratisch initiierten Mobilisierung der sogenannten Bildungsreserven in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts geschuldet ist.

Und damit ist auch schon des Pudels Kern benannt, der einen nunmehr 74jährigen dazu veranlasst und motiviert einen eigenen Podcast zu begründen, denn: noblesse oblige würde der Franzose sagen. Wer so reich beschenkt worden ist, der gibt gerne etwas zurück:

Unter der Fragestellung, Warum Dummheit weh tut offenbart sich die Alternativlosigkeit und die Ideenarmut einer Bewegung, die in mehrfacher Hinsicht rückwärtsgewandt auftritt:

Sehr viel vergnüglicher – und dennoch zuweilen auch schmerzhaft – wendet sich RHJC der Frage zu, Warum Liebe weh tut. Auch wenn die damit in Vielzahl verbundenen Lieder Kurzweil versprechen und Vergnügen bereiten, fußen die  entsprechenden Episoden auf einem jahrzehntelangen Studium, in dem sowohl eigene Erfahrungen als auch wissenschaftlich verbriefte Erkenntnisse ihre Spuren hinterlassen. Der Titel Warum Liebe weht tut verdankt sich im Übrigen ja auch der Soziologin Eva Illouz. Das ist genau die passende Schnittstelle, um der Hymne in und nach einem langen Paarleben Gehör zu verschaffen - immerhin winkt uns in fünf Jahren das Goldjubiläum! Seht das Paar... 

Da alle zwanzig Episoden online und vor allem über meinen Blog auch kostenlos zugänglich sind, will ich heute schlicht Neugier wecken – mit kurzen Statements zu den einzelnen Episoden:

Ja, da beißt die Maus keinen Faden ab: wir dürfen da leben, wo andere Urlaub machen, wir trinken Gülser Wein, wir haben den Wackeler, den Grebel, Herbys Café, das Turnerheim, Ärzte im Dorf, zwei Kirchen und sogar noch eine Apotheke – wir haben sogar noch – ich betone noch - einen REWE-Markt mitten im Ortskern – Olaku sei dank. Wir haben Vereine, Vereine, Vereine und wem das noch nicht reicht, kann einen gründen. Die Vereine sind aktiv, die Parteien bringen sich ein – der Ortsbeirat – auch der macht seinen Job. Vom ersten Mai bis in den Dezember verstehen wir zu feiern – und da hab ich den Karneval mit den Gülser Seemöwen und den Husaren noch gar nicht erwähnt. Kommt doch alle zu uns, ihr seid alle willkommen – nur ihr, die ihr nicht alle Erinnerungstassen im Schrank habt und den Klimawandel für eine Erfindung der Lügenpresse haltet – haltet euch besser fern – Wladimir der Große und die fünfte Kolonne nehmen euch gerne auf.

Eine wichtige Bemerkung ganz zum Schluss. Alle Podcast-Episoden gibt es auch im Blog von RedHotChillyJupp – kleinere Faux pas, wie z.B. in der zwanzigsten Episode werden dort korrigiert und ins rechte Licht gerückt.