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Uni

Unter dem Menüpunkt "Uni" findet ihr - orientiert an der Struktur der von mir im Modul 2 bzw. Modul 6 angebotenen Seminare - die wichtigsten Folien und Texte, die teils auch zur Prüfungsvorbereitung genutzt werden können. Die Untermenüpunkte gliedern sich in: "Grundlagentexte", "Gestaltung von Lernumgebungen", "Kommunikation - Interaktion" und "Grenzsituationen". Das Menü befindet sich im Aufbau und wird ständig ergänzt und aktualisiert. So ist inzwischen hinzugekommen "Lesen lernen mit Niklas Luhmann". Mit dem Wintersemester 2016/17 steht eine weiteres Untermenü zur Verfügung, das Zugänge zu "aktuellen Texten und Themen" bereitstellt. Hier geht es wie gesagt um Texte, die z.B. in Seminaren bearbeitet werden sollen oder um Themenkomplexe, die z.B. innerhalb der Bildungswissenschaften kontrovers diskutiert werden.

Der nachstehende BLOG setzt sich mit allgemeinen und spezifischen Aspekten auseinander, die im Kontext der Lehrerausbildung von Interesse sind. So ist besonders hinzuweisen auf die drei Beiträge zur Inklusionsdebatte. Es geht vor allem darum, die Kontroverse um die Deutungshoheit mit sehr grundlegenden Überlegungen anzureichern (so z.B. mit der vermeintlichen Paradoxie, dass Inklusion in der modernen Gesellschaft ohne Exklusion nicht vorstellbar ist). Rückfragen und Anregungen bitte persönlich (Sprechstunde donnerstags von 10.00-11.30 Uhr in C 101) oder unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Kommunikation: Selbstreferenz – Fremdreferenz und doppelte Kontingenz. Einige (theoriegeschuldete) Anmerkungen zu den Auswirkungen des Losverfahrens im Institut für Pädagogik, Abteilung Schulpädagogik/Allgemeine Didaktik am Campus Koblenz zu Beginn des Sommersemesters 2017 unter kommunikationstheoretischen Gesichtspunkten

Wäre Kommunikation grundsätzlich ein Übertragungsvorgang zwischen einem Sender und einem Empfänger, wie uns Claude E. Shannon und Warren Weaver in ihrer mathematischen Theorie der Kommunikation nahelegen, hätten wir den etwas chaotischen Einstieg ins Sommer-Semester 2017 vermutlich so nicht erlebt (aufgrund eines fehlerhaften Losverfahrens sahen sich Studierende in ihrer Semesterwochenplanung irritiert). Aber so naiv waren auch Shannon/Weaver nicht. Ihre Bedingung für das Gelingen von Kommunikation im oben definierten Verständnis ist ein Übertragungskanal, den man möglichst rauschfrei halten kann.

Sollen Lehrer bloggen?

In der Ausgabe der Pädagogik (2/16, S. 48f.) gehen Lisa Rosa und Jochen Schnack unter der Rubrick "Kontrovers" der Frage nach, ob Lehrer bloggen sollten. Jochen Schnack, Redaktionsmitglied der Pädagogik, weist zu Beginn seiner Ausführungen darauf hin, dass es - trotz intensiver Suche - nicht gelungen sei, einen Autor zu finden, der bereit war einen Beitrag gegen das Bloggen zu verfassen. So fasst Schnack gewissermaßen stellvertretend Argumente zusammen, die immerhin bei der Recherche mit möglichen Autorinnen und Autoren zu hören waren.

Ich konzentriere mich auf Lisa Rosas Begründung fürs Bloggen "in sieben Schritten":

Wenn die Seele Hilfe braucht

Es gibt Schieflagen der Seele, aus denen sich ein Mensch allein nicht befreien kann. Zuweilen braucht er dann die Unterstützung eines Therapeuten. In der aktuellen DOCTOR-Beilage der ZEIT (November 2016 Nr. 5 zur ZEIT 46/16) gehen Redakteure u.a. der Frage nach, was Psychotherapie bringt, wem welches Verfahren helfen könnte, was mit uns dabei geschieht und welche neuen Erkenntnisse über die "sprechende Medizin" vorliegen.

Ich selber bekenne freimütig, dass mir in meiner tiefsten Lebenskrise - in den neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts - meine intensiven Kontake zur IGST in Heidelberg eine vollkommen neue Lebensperspektive eröffnet haben. Und ich mag nicht wirklich darüber spekulieren, wo ich heute ohne diese drei Jahre der therapeutischen Begleitung und des intensiven (Selbst-)Lernens wäre.

Seit Ende der neunziger Jahre fließen diese Erfahrungen auch in mein Arbeit an der Uni ein; der Schwerpunkt "Lehrergesundheit" und die "Grenzsituationen" bilden seither das Zentrum meiner Arbeit.

Mach dir einen Plan II

Zum Verständis der folgenden Replik ist die Kenntnis von "Mach dir einen Plan" zwingend!

Sehr geehrter Herr Hammes,

in seinen Ausführungen über „die Kontingenz der Sprache“ kommt Richard Rorty zu der Schlussfolgerung: „Die Welt spricht überhaupt nicht. Nur wir sprechen. Die Welt kann, wenn wir uns eine Sprache einprogrammiert haben, die Ursache dafür sein, dass wir Meinungen vertreten. Aber eine Sprache zum Sprechen kann sie uns nicht vorschlagen. Das können nur andere Menschen tun. Die Erkenntnis, dass die Welt uns nicht sagt, welche Sprachspiele wir spielen sollen, darf jedoch nicht dazu führen, dass wir sagen, die Entscheidung, welches Sprachspiel wir spielen, sei willkürlich, auch nicht dazu, diese Entscheidung sei Ausdruck von etwas tief in unserem Inneren (Richard Rorty, Kontingenz, Ironie und Solidarität, Frankfurt 1991, hier wiedergegeben aus: Edmund Braun, Hrsg., Paradigmenwechsel in der Sprachphilosophie, Darmstadt 1996, S287).“

Mach dir einen Plan! - eine Replik auf Edgar Hammes: Bessere Bildung konkret (PDF)

BALLADE VON DER UNZULÄNGLICHKEIT MENSCHLICHEN PLANENS

Der Mensch lebt durch den Kopf.
Sein Kopf reicht ihm nicht aus.
Versuch es nur, von deinem Kopf
Lebt höchstens eine Laus.
Denn für dieses Leben
Ist der Mensch nicht schlau genug.
Niemals merkt er eben
Diesen Lug und Trug.

Ja, mach nur einen Plan!
Sei nur ein großes Licht!
Und mach dann noch’nen zweiten Plan
Gehn tun sie beide nicht.
Denn für dieses Leben
Ist der Mensch nicht schlecht genug.
Doch sein höhres Streben
Ist ein schöner Zug.

Ja, renn nur nach dem Glück
Doch renne nicht zu sehr
Denn alle rennen nach dem Glück
Das Glück rennt hinterher.
Denn für dieses Leben
Ist der Mensch nicht anspruchslos genug.
Drum ist all sein Streben
Nur ein Selbstbetrug.

Was ist Kommunikation? Eine Einführung – basierend auf Niklas Luhmanns gleichnamigen Aufsatz in: Soziologische Aufklärung 6: Die Soziologie und der Mensch. Opladen: Westdeutscher Verlag, 1995. S. 113-124

Die knappe nachstehende Zusammen-fassung ist ein erneuter Versuch, die Prämissen menschlicher Kommuni-kation zu beschreiben. Die Gliederung der Zusammenstellung orientiert sich an den von Niklas Luhmann vorge-nommenen Zwischenüberschriften. Die theoretischen Überlegungen Luhmanns (siehe auch: Luhmannsche Lektion) werden meinerseits an einem „fallbezogenen“ (die Textstellen sind werden jeweils fett und farbig eingeleitet) Beispiel illustriert (eine Ähnlichkeit mit noch Lebenden oder Verstorbenen ist möglich und durchaus beabsichtigt). Norbert Bolz (Berlin 2010) vertritt übrigens an dieser Stelle die Position, dass die Gesellschaft immun  sei gegen ihre Wissenschaft, sie sei viel zu aufwändig und umständlich, um sie für Alltagsorientierung zu nutzen. Ich möchte hier durchaus das Gegenteil zeigen, bestreite aber nicht, dass man sich bei der Lektüre Umstände machen muss. Aber dann kann es auch ein Spass werden.

   

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