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Roger Willemsen - der leidenschaftliche Zeitgenosse

Zu seinem Tod eine kleine Bemerkung über das Reisen - und darüber hinaus eine Hommage

9.2.2016: Das Letzte zuerst. Der Bios hat ihm nur noch eine sehr begrenzte Zeit gelassen. Roger Willemsen ist am vergangenen Sonntag (7.2.2016) im Alter von 60 Jahren verstorben. Auch mir wird er fehlen mit seinen Anregungen und seiner gelassenen Unruhe: Der Tod bringt bei mir - vermutlich ähnlich wie bei Roger Willemsen bzw. Thomas Stangl - immer schon die ontologische Differenz zum Schwingen, die starke Ahnung, was den Punkt ausmacht, in den die raum-zeitlichen Verschiebungen zusammenfallen. Nach meinem Großvater, nach meinem Vater, nach meinem Bruder, nach meiner Mutter, nach meinem Schwiegervater und Freunden wieder zur Differenz gekommen zu sein (und ihrer bislang auch nicht entgangen zu sein, ist ein kleines Glück, das ich auch RW noch so lange wünsche, wie ihn sein Lebensmotiv treibt und der Bios trägt.

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Wenn einer eine Reise tut… oder: Es könnte so authentisch sein. Aber diese Menschen da vorne!

Ein Diskurs zwischen Bildungsreise und touristischen Exzessen

Was haben Touristen und Terroristen (häufig) gemeinsam? Einen Rucksack! (Nach einem Idee von Steffen Zink)

Dass wir alle – unvermeidbar – moderne Massengesellschaft mitkonstituieren, und dass diese in einer permanenten touristischen Laune zu einer kinetischen Verschwendung nie gekannten Ausmaßes neigt (Peter Sloterdijk 2004), ist nicht zu bestreiten. Die von Robert Schäfer vertretene These, dass sich heute nicht derjenige zu erklären hat, der im Urlaub verreist, sondern wer zuhause bleibt (Robert Schäfer, Bielfeld 2015, S.10), gibt zu denken und gehört zu einer der verrücktesten Paradoxien der Gegenwartsgesellschaft. Wie bewegt sich ein gebildeter Bürger in der Auseinandersetzung mit dieser paradoxen Ausgangslage?

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Staycation!!!

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 7. August 2016

Ich preise das Glück der freien Presse: Kluge Leute schreiben über kluge Leute. Zuerst ein Beitrag über "Modemoiselle C. - Durch eine Labor-Revolution zur Nobelpreiskandidatin: Was treibt Emmanuelle Charpentier an? Eine Annäherung von Sonja Kastilan" (FAS, S. 61). Ich verstehe zwar wenig, bin aber fasziniert von dem eigensinnigen Weg, der unterdessen 47jährigen Französin, die gegenwärtig als Direktorin am Max-Planck-Insitut für Infektionsbiologie in Berlin - wie sie selbst sagt - die Freiheit hat, ihren Weg weitergehen zu können. Sie gilt mit Jeniffer Doudna als heiße Anwärterin auf den Nobelpreis, "weil sie einen natürlichen Mechanismus zu einer Methode weiterentwickelt haben, die gentechnische Eingriffe erleichtert und inzwischen weltweit Verwendung findet."

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