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Spende an Häuser der Hoffnung e.V. - verbunden mit einem Dank an die Spender und der Frage, inwieweit das Öffentliche privat - und das Private öffentlich ist? Eine Frage - im Übrigen -, die man sich nicht erst seit den Duschempfehlungen unseres Wirtschaftsministers stellen kann/muss!

Lieber Herr Witsch-Rothmund,

herzlich danken wir Ihnen für Ihre großzügige Spende in Höhe von 900 Euro, die Sie
am 28.07.2022 für die Projekte von Häuser der Hoffnung zur Verfügung gestellt
haben. Mit Ihrer Spende können wir vor Ort Mädchen eine Chance auf Bildung geben
und die wichtige Arbeit unseres Teams in Mali unterstützen. Durch Ihre Hilfe ist es möglich, ein Mädchenwohnheim für 60 Mädchen zu finanzieren,
über 400 Schul- und Ausbildungsstipendien zu vergeben, 40 Kriegswaisenkindern den
Schulbesuch zu ermöglichen, 40 ehemaligen Sklavenmädchen eine Bildung zu finanzieren,
dre Universitätsstipendien zu unterhalten, über 1000 Frauen Mikrokredite zur Verfügung
zu stellen und wichtige Informationskampagnen zu den Themen Kinderrechte und Gesundheit
zu veranstalten. Ihre Spende schenkt Menschen Hoffnung. Erleben Sie mit, wie Ihre Hilfe wirkt!
Wir halten Sie über unsere Homepage www.hauser-der-hoffnung.org stets
auf dem Laufenden. Wenn Sie noch Fragen oder Anregungen zur Arbeit unseres Vereins
haben, wenden Sie sich gerne an uns.
Noch einmal danken wir für Ihre Unterstützung. Mit den besten Wünschen für Sie und Ihre Angehörigen, herzliche Grüße Judith Schwab

Judith Schwab | Diplom Betriebswirtin |Bereich Spendenverwaltung und Buchhaltung
- HÄUSER DER HOFFNUNG - SCHULBILDUNG FÜR AFRIKA E. V.,
Ettlinger Straße 13 | 76137 Karlsruhe | Telefon +49 173 3439299 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! www.haeuser-der-hoffnung.org www.facebook.com/haeuserderhoffung www.instagram.com/haeuser_der_hoffnung_mali Spendenkonto Sparkasse Heidelberg | IBAN: DE42 6725 0020 0009 8888 88 |
BIC: SOLADES1HDB - Amtsgericht Mannheim VR 350664 | Freistellungsbescheid vom 07.05.21 Finanzamt Karlsruhe-Stadt | Steuernummer: 35022/06571 | Umsatzsteuer-ID: DE296068380 In Summe mit einer Einzelspende in Höhe von € 101,88 konnten sich die Häuser der
Hoffnung über insgesamt € 1001,88 freuen!

und ich konnte mir noch einmal Gedanken machen über das Verhältnis von Öffentlichkeit
und Privatheit. In einer Welt, die Krieg des vermeintlich Stärkeren gegen einen
vermeintlich Schwächeren wieder einmal als Mittel der Politik erlebt und die
gleichzeitig die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen aufgrund unserer
Lebensgewohnheiten erfährt, muss man dieser Frage nachgehen:

Nicht Facebook, Instagramm oder Telegramm (oder wie sie sich alle schimpfen) machen das
Private öffentlich - es ist vielmehr unser Handeln, das dem Privaten eine öffentliche
Dimension verleiht! Ein Dankeschön für die Resonanz auf meine Geburtstagsfeier!

Einleitung: Nehmen wir einmal Alex Demirovic, ein deutscher Sozialwissenschaftler (er ist knapp ein Vierteljahr jünger als ich und gilt als Vertreter der kritischen Theorie). In seinem Aufsatz: Hegemonie und das Paradox von privat und öffentlich fasst er seine Argumentation unter Punkt neun folgendermaßen zusammen:

"Der Begriff der Öffentlichkeit ist ein Versuch, Konsens und demokratische Prozesse der Willensbildung verständlich zu machen. Die Hegemonietheorie verhält sich zum Begriff der Öffentlichkeit in gewisser Weise metatheoretisch. Denn zum einen thematisiert auch sie die Prozesse der Konsensbildung; und Konsens wird in der Tat auch in der Form öffentlicher Diskussionen und Argumente ausgearbeitet. Darüber hinaus jedoch wird auch versucht, die Logik des Öffentlichen und der Unterscheidung von privat und öffentlich selbst noch im Rahmen der Zivilgesellschaft verständlich zu machen. Die Unterscheidung von öffentlich und privat stellt sich aus diesem Blickwinkel betrachtet als eine Regierungstechnologie dar, die als solche schon einen Konsens erzeugt, einen Konsens, der die Individuen und sozialen Gruppen dazu verhält, sich als Private oder Öffentliche von sich selbst zu unterscheiden. Sie müssen eintreten in einen Konflikt mit sich selbst, in dem sie kritisch sich zum Gegenstand einer Befragung machen, ob sie lediglich partikular oder auch allgemein sind. Ständig bewegen sich die Individuen in diesem Zweifel hin und her und sind immer gefangen. Äußern sie sich öffentlich, müssen sie Kritik antizipieren, dass ihr Interesse, ihre Sicht der Dinge nicht legitim, nicht allgemein ist. Doch nur privat existieren geht auch nicht. Sie unterstehen dem Selbstzwang, öffentlich sprechen zu sollen. Dies gilt als Zeichen von Autonomie, zu der überall erzogen, die überall eingefordert wird, während doch gerade die oben beschriebenen Mechanismen der Öffentlichkeit daran arbeiten, dass die Individuen nicht sprechen werden oder ihre öffentlichen Äußerungen wertlos und sinnlos werden. Werden sie zu öffentlichen Personen, nimmt dies für die Individuen alsbald zerstörerische Züge an. Die ständige öffentliche Aufmerksamkeit zerstört die Sphäre des Privaten und erzeugt ein solches Maß an Anerkennung, das jenseits dessen ist, was das Individuum noch in eine sinnvolle Beziehung zu seinem Tun bringen kann. Die Macht der Öffentlichkeit selbst wirkt zerstörerisch. So kommt es zu einer letzten Dialektik: das Private verurteilt die Menschen dazu, sich im Grenzfall in die sinnlose Kette der bloß biologischen Reproduktion der Gattung einzuordnen; das Öffentliche traumatisiert die Individuen, weil sie sich als solche schon für das Allgemeine halten und in ein narzisstisches Verhältnis zu sich selbst gesetzt werden. Anstatt also die emanzipatorische Phantasie auf die öffentliche Kommunikation zu begrenzen, wäre nach neuen Formen des die Individuen assoziierenden Sprechens zu suchen."

Solche Formen sind in den letzten Jahrzehnten fast inflationär entstanden. Auch Alex Demirovic unterhält einen Blog, über den er seine Positionen einer dazu interessierten Öffentlichkeit präsentiert/anbietet. Er sucht Öffentlichkeit und er begründet Öffentlichkeit in der Tradition einer kritischen Theorie, über die er vor allem kapitalismuskritische Beiträge veröffentlicht. Grundsätzlich meint er, das wir alle ständig eintreten in einen Konflikt mit uns selbst, in dem wir uns kritisch zum Gegenstand einer Befragung machen, ob wir lediglich partikular oder auch allgemein sind. Äußern wir uns öffentlich - so Demirovic -, so müssen wir mit Kritik rechnen; vielleicht mit der harschen Zurückweisung, das unser Interesse, unsere Sicht der Dinge nicht legitim, nicht allgemein (genug) ist. Doch nur privat existieren - so Demirovic - gehe auch nicht. Als Demokraten  unterstünden wir der Erwartung, öffentlich sprechen zu sollen. Dies gelte als Zeichen von Autonomie, zu der überall erzogen, die überall eingefordert werde, während doch gerade die oben beschriebenen Mechanismen der Öffentlichkeit daran arbeiteten, dass die Individuen nicht sprechen oder dass ihre öffentlichen Äußerungen wertlos und sinnlos seien.

Klar, das treibt mich um! Können wir uns als Private überhaupt noch von uns selbst als Öffentliche unterscheiden? Maximilian Probst und Stefan Schmitt zeigen uns am Beispiel der alles beherrschenden Auswirkungen der Klimaveränderungen, wie unser privates Handeln eine neue Öffentlichkeit begründet, die danach fragt, in welchem Maß und in welch strukturell immanenter Weise unser Handeln Klimaveränderungen im Sinne einer Klimakatastrophe begünstigt! Für mich persönlich stellt sich die Frage schon seit Jahren verschärft, insofern ich - um nur mal ein Beispiel zu nennen - in meiner Kritik der touristichen Launen und der dadurch ausgelösten massenhaften Bewegungen im Raum Kritik auf mich ziehe. Das seit Jahrzehnten zu beobachtende und expandierende Krebsgeschwür des Massentourismus bedeutet in der Tat eine vollkommen unangemessene, das heißt unzeitgemäße kinetische Verschwendung. Bewegung erzeugt Wärme. Heerscharen westlicher Touristen müssen unterdessen registrieren und ertragen, dass die verheerenden Auswirkungen ihres Vagabundierens in der Welt begehrlich von zu Wohlstand gekommenen Menschen aus dem asiatischen Raum verschärft werden und so die Klimaveränderungen buchstäblich befeuern.

Wann bitte beginnen wir umzudenken? Umdenken oder untergehen! Maximilian Probst hat seine Mahnungen mit deutlichem zeitlichen Vorlauf zur Flutkatastrophe in NRW und RLP formuliert. Die von mir hier erwähnten ZEIT-Redakteure sind dabei ja nur Mittler und machen ihren Job als verantwortungsbewusste Meinungsbildner in einer Öffentlichkeit, die zwar in weiten Teilen sensibilisiert ist, die aber - was ihr persönliches Verhalten angeht - vielfach den Schuss noch nicht gehört haben, der seit Jahrzehnten aus den gefährdeten Regionen der Welt zu uns herüberschallt. Nun helfen selbst Ohrschützer nicht mehr, um die Schüsse aus der Mitte unserer Gesellschaft zu überhören! Wie feiert man in diesem zeitgeschichtlichen Kontext seinen siebzigsten Geburtstag? Covid19 ließ eine Feier zum gegebenen Geburtstag - das ist seit 70 Jahren der 21. Februar - nicht zu. Die nachgetragene Feier am 16. Juli - als Sommerfest geplant - fand zwar statt, aber nicht alle konnten teilnehmen. Im Vorfeld hatte ich den definierten Spendenzweck umgewidmet. Von der Ahr nach Afrika - und hatte das folgendermaßen begründet:

Güls am 1. Juli 20022

Meine lieben Geburtstagsgäste,

Viele sprechen von einer Zeitenwende, die sich seit dem 24. Februar 2022 - wenige Tage nach meinem 70. Geburtstag - vollzieht. Wladimir Putin will uns mit Carl Schmitt in vordemokratische Zeiten zurückkatapultieren, indem er das Wesen des Politischen – eben wie der deutsche Nazi-Star-Jurist - aus einer radikalen Freund-Feind-Perspektive betrachtet und uns das Recht des Stärkeren aufzwingen will. Die meisten von uns verabscheuen seine Vorgehensweise zutiefst. Ich erwähne dies hier, weil viele von uns materiell und ideell die Ukraine unterstützen (Laura und Thomas, indem sie einem ukrainischen Flüchtlingspärchen Obdach gewähren). Gleichwohl – und dies ist einer der Gründe, warum ich mich noch einmal vor dem 16.7. melde. Ich hatte ja darum gebeten, mir – abgesehen von Eurer Teilnahme an meinem verspäteten Geburtstagsfest – keine Geschenke zu machen. Ich werde eine Spendenbox aufstellen, die allerdings weder in einem Zusammenhang zur Ukraine noch zum Ahrtal steht. Wir alle haben bemerkt, dass die Klimakrise einerseits und die Aggression Putins andererseits die Koordinaten der Wahrnehmung so verschieben, dass noch drastischer als zuvor, die Regionen aus dem Blick geraten, die sowohl unter dem Klimawandel als auch unter Putins menschenverachtender Strategie und Vorgehensweise besonders leiden. Dies betrifft besonders auch den afrikanischen Kontinent.

Seit meiner Heidelberger Zeit (bei der IGST) ist der Kontakt zu Gunthard Weber (einer meiner Lehrtherapeuten, der im Übrigen auch in Kurz vor Schluss II eine maßgebliche Rolle spielt) nicht abgerissen. Ich stelle nachstehend über einen kurzen Text und die entsprechenden Internet-Links das von ihm begründete Projekt Häuser der Hoffnung vor, über das er mit seinen MitstreiterInnen vor allem die Voraussetzungen für eine gediegene schulische (Aus-)Bildung insbesondere auch von Mädchen in Mali schafft. Ich habe mich über Kurz vor Schluss II vor allem deshalb dieser Initiative erinnert, weil Kurz vor Schluss II in erster Linie zeigt, wie sehr und wie nachhaltig mich selbst der Zugang zur Bildung beeinflusst, geprägt und immer wieder auch verändert hat!

Ich möchte Euch deshalb bitten mit einer kleinen Spende die Häuser der Hoffnung zu unterstützen – vielleicht in dem Ausmaß, das man für ein gutes Abendessen veräußern würde.

So hoffe ich, dass möglichst viele meiner geladenen Gäste den Weg nach Güls finden – mit der einzigen Einschränkung, dass Ihr Euch für’s Auto einen Platz im Dorf suchen müsst und dann die wenigen Meter auf den Heyerberg zu Fuß zurücklegt.

Liebe Grüße bis dahin vom inzwischen schon wieder gealterten Jupp

https://www.haeuser-der-hoffnung.org/de/

https://www.haeuser-der-hoffnung.org/de/wie-alles-begann/

„Wir haben Mali als Land für unsere Projekte gewählt, weil es eines der ärmsten Länder der Welt ist und einige Mitglieder des Vereins dort schon gelebt und gearbeitet, deshalb gute Kontakte und Kenntnisse über die Verhältnisse im Land haben.

Wie fing es an? Ruth und Wilfried Hoffer lebten in Mali und ihre Freunde Drs. Nele und Gunthard Weber besuchten sie Anfang 2004. Sie waren beeindruckt von Land und Menschen.

Eine Bekannte von Ruth Hoffer, Frau Koné Virginie Mounkoro, die im Bereich Mädchenbeschneidung tätig war, erzählte, dass ihr immer wieder aus ihrem Dorf Mädchen geschickt würden, um in Bamako in die Schule zu gehen. Sie könne nicht alle aufnehmen – das war der Ausgangspunkt für die Gründung des Mädchenzentrums. Das Ehepaar Weber gab das Startkapital, ein Grundstück wurde gefunden und im Oktober 2004 konnten die ersten Mädchen in die neuen Gebäude einziehen. Frau Koné wurde die erste Präsidentin des malischen Trägervereins.

Aus der Idee, Schulbildung für Mädchen zu fördern entstand im gleichen Jahr der spendenfinanzierte Verein „Häuser der Hoffnung“ Schulbildung für Afrika.“

 

Am 18. Juli 2022 schrieb ich dann:

Meine lieben, verehrten Geburtstagsgäste,

inzwischen schreiben wir den 18.7.2022 und das verspätete Geburtstagsfest ist Geschichte; eine schöne Geschichte mit ein paar Wermutstropfen. Den krankheitsbedingt Ferngebliebenen wünsche ich eine schnelle Genesung. Dass auch körperliche Unversehrtheit nicht alleine die Voraussetzung für die (unbeschwerte) Teilnahme an einem Fest ist, hat mir mein Neffe mit seiner Familie vermittelt, denen einfach nicht nach Feiern zumute war.

So war ich selbst auch nicht ganz unbefangen. Vor 25 Jahren habe ich ein Bekenntnis abgelegt, mit dem ich mich als Nordmensch verstehe, der seine Lebensgeister vor allem auch aus den Schönheiten und Annehmlichkeiten einer gemäßigten Klimazone bezieht – mit dem markanten Wechsel der Jahreszeiten und gleichermaßen ausreichenden wie regelmäßigen Niederschlägen. Dieser ruhige Pulsschlag einer intakten Natur spiegelt den Rhythmus und die Tiefe unsere Atemzüge – immer in der Hoffnung, dass eine solche Homöostase ein wechselwirksames Verhältnis von Körper- und Naturerleben verbürgen möge.

Gewissheiten und Erlebensqualitäten dieser Art sind wohl unwiederbringlich verloren. Der von mir am Samstag zitierte Stefan Schmitt spricht von einem merkwürdigen fossil-reaktionären Todeskult der Regie führe. Maximilian Probst und Stefan Schmitt wiederholen schon seit Jahren gebetsmühlenartig den Imperativ: Umdenken oder untergehen!

                Maximilian Probst"Umdenken oder untergehen!"

Ja, Maximilian Probst ist einer, der vor Jahren (2017) schon mit dieser nüchternen Feststellung warnt. Das Ahrtal und das Erfttal und einige andere Regionen sind (inzwischen) untergegangen - die Türkei, Griechenland, Sizilien, Algerien brennen, ein bisschen heftiger als sonst.

<2022 kann man in Variation feststellen: Italien erlebt die trockenste Phase seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Spanien, Portugal und Frankreich  b r e n n e n ! Und auch bei uns bleibt der Regen aus.>

Von 2017/18 aus gesehen ein Dreivierteljahr später  titelte die ZEIT (32/18) "Zukunft im Schwitzkasten". Und derselbe Stefan Schmitt, der uns letzte Woche die drei Einsichten aus der aktuellen Hitzewelle nahebringt, meinte schon 2018: "Der heiße Sommer führt uns die Folgen des Klimawandels vor Augen". Dass es im Sinne von Maximilian Probst ums Umdenken oder Untergehen“ geht, wird von Stefan Schmitt nüchtern, schlicht und faktisch unterlegt mit Blick auf einen Sommer, der Ende April (2018) mit Hitzewellen begann und weiten Teilen der Nordhalbkugel Extremwetter brachte – „Schweden brennt“. Um die Alternativlosigkeit der Probstschen Dialektik zu untermauern führt Schmitt fünf Punkte mit dem einleitenden Satz zum Phänomen des Extremwetters auf:

  • "Was wir längst kennen, ist sein Kontext. Dieser Sommer hat sozusagen einen großen theoretischen Unterbau:
  • Wir wissen, dass die globale Mitteltemperatur seit Beginn der Industrialisierung schon um rund ein Grad angestiegen ist.
  • Wir wissen, dass die Erwärmung Hitzewellen häufiger und heftiger macht.
  • Wir wissen, dass der Zusammenhang bei Hitzewellen klarer ist als etwa bei Stürmen und Starkregen.
  • Wir wissen, dass die Temperaturen in der Arktis doppelt so schnell steigen wie im globalen Durchschnitt.
  • Wir wissen, dass von den zehn weltweit wärmsten Jahren seit Beginn der Messungen neun im 21. Jahrhundert liegen. Und die drei allerwärmsten waren 2015, 2016 und 2017...
  • Was wir in diesem Hitzesommer sehen? Wir sehen die Zukunft." Das Menetekel lautet also  mit Maximilian Probst umso eindringlicher:

Umdenken oder Untergehen!

Eigentlich wollte ich mich ja nur bedanken – dafür, dass so viele gekommen sind. So viele junge Alte und so viele Junge! Ich hoffe – und konnte es teils ja miterleben, dass Ihr anregende Gespräche hattet und schlicht ein paar angenehme Stunden. Umso erfreulicher wäre es, wenn Ihr das Fest auch alle miteinander gesundheitlich unbeschadet überstanden habt. Ich drück die Daumen – vor allem auch für die Nordkap-Fahrer.

Lasst mich zuletzt noch berichten, dass über Spenden fast € 900,- zusammengekommen sind; in Summe mit einer Einzelspende in Höhe von € 101,88 unmittelbar an die Häuser der Hoffnung e.V. ergibt sich daraus ein Gesamtbetrag von € 1001,88.

Als letzte Woche Markus Lanz und Richard David Precht miteinander diskutierten, ging es in weiten Teilen auch um Afrika. Den Prechtschen Vorbehalt, dass all die wohltätigen Initiativen Feigenblatt-Charakter hätten und nur jeweils Tropfen auf viel zu heiße Steine seien, höre ich sehr wohl. Und ich folge ihm in der Auffassung, dass – gemessen an der Rolle der ehemaligen europäischen Kolonialmächte – sicherlich anderes geboten wäre. Gleichwohl füllen viele Tropfen ein Fass und viele Kerzen leuchten heller als eine allein. Ich werde Euch diesbezüglich auf dem Laufenden halten und hoffe, dass wir alle miteinander mit der Zeit unsere Tropfen zu einem Flüsschen zusammenführen – bezogen auf die immer mehr bedrohten Lebensgrundlagen auf diesem wunderschönen Planeten; denn was mich am meisten bedrängt ist Stefan Schmitts lapidare Feststellung:

„Im Wetter mehr zu sehen als unschuldige Jahreszeiten und in Hitzewellen einen bedrohlichen Trend, das birgt die bittere Ahnung: Für die Jüngeren wird dieser Sommer zu kühleren ihres Lebens gehören.“

Zuletzt meinen ausdrücklichen Dank an: Claudia, Birte, Martin, Thomas, Laura, Anne und Sebastian (Jule und Leo nicht zu vergessen, die allein durch ihrs lebendiges, quirliges Dasein die Lebensgeister auf Trab halten!) – ohne sie alles nichts. Vielen Dank für die leckeren Salate, die schmeichelnden Worte und Glückwünsche – sie sollen ein Spiegel sein und Wohlergehen für Euch alle mit sich bringen.

Liebe Grüße vom reich beschenkten Jupp

   
   
© ALLROUNDER & FJ Witsch-Rothmund