debekabanner.svgcafe hahn bannerreuffel banner

<<Zurück

 
 
 
 

Man kann beginnen, sich ernst zu nehmen, bevor es zum Ernstfall kommt -

Vom Flaneur ene schöne Jrooß an all os Flaneure

 

Man sagt, die Moderne sei voller Flaneure,

Man sagt, in der Moderne müsse sich der Mensch immer wieder neu erfinden!

(Schon die Biologie legt uns nahe, dass wir binnen eines Jahrsiebts zellulär nicht mehr DIESELBEN sind)

Wem begegne ich dann morgens im SPIEGEL?

"Wenn mich keiner mehr haben will", offenbar nicht nur einem zellulären FREMDLING!?

 

Gott - oder den Umständen sei Dank haben wir wie Freunde getrunken und gegessen;

Aber der Mensch lebt nicht vom Brot allein! Er braucht doch auch ein "GEGENÜBER"!

OK - er will nicht nur essen, will vielleicht auch einmal aus den Niederungen nach oben, wo die Luft klarer und reiner ist?

So geht er den Feldweg immer aufs Neu und macht manche Kehre!

Andererseits kommt das Fressen vor der Moral - verachtet mir das FRESSEN , das SAUFEN und das FICKEN nicht!

Hat nicht der Eros alles im GRIFF und führt uns zu immer neuen GIPFELN?

Und wer hätte Zweifel an den nüchternen Worten des großen Schamanen (P.S.) hinsichtlich der triangulären Provokation:

(" Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt, sobald ich annehmen darf, dass ein anderer dich liebt und deine schöne Gestalt ihn genügend reizt, um dich in Besitz nehmen zu wollen.")

Also versteckt eure Frauen, bindet sie an und stellt euch hinter sie - der Freunde sind so wenig und Loyalität ein rares Gut!

 

Und die Gruppenweisheit, das Eifersuchtsmanagement?

Macht euch nichts vor: die Selbstirritationen sind übermächtig und ein lebbarer Tonus nicht in Sicht!

Welches Kollektiv hätte schon ausreichende Diskretionen für Seins-, Besitz- und Statusdifferenzen?

Diskret soll sein, wer weiß, was er nicht bemerkt haben soll!

Selbst der Beobachter-Idiot zweiter Ordnung befleißigt sich der brutalen Stigmatisierung - eher traurig als voller Genugtuung,

(Denn auch Genugtuung macht einsam!)

So hört zum Schluss, was Julia (Onken) meint, wenn Eros auf Philia und Agape trifft (Eros, der stolze Dobermann-Rüde, seinerzeit noch kupiert mit ständig eregiertem Stummelschwanz - knurrend und zähnefletschend, und Philia, die liebenswürdige Berner-Sennen-Hündin, die sich aufopferungsvoll und rührend um ihre kleine Freundin - eine Pinscherhündin bemüht, die auf den Namen Agape hört):

Ja, die Eros-hörigen Flaneure der Moderene: "Sie drücken unentwegt den Anlasser, hüpfen ein paar Meterchen weiter, bis ihnen der Motor wieder still steht und sie erneut den Anlasser betätigen müssen. Sie sind pausenlos auf der Suche nach sexueller Aktivität und verbrauchen ihre ganze Energie horizontal, ohne dem vertikalen Impuls nach oben zu folgen".

Man raunt, in sternklaren Nächten - meist winters und in frostiger Zeit - irrlichtere er - der vertikale Impuls - zwischen Mars und Venus schluchzend und voller Trauer hilflos umher. Er warte vergeblich darauf, dass ihn die christlichen, buddhistischen, hinduistischen - und vor allem die Glaubensbrüder und -schwestern im Namen Mohamads erlösen und endlich auf Erden beheimaten; denn:

"Alle sehnen sich nach Hause und wissen nicht wohin!" (ich glaube J. Freih. v. Eichendorff)

   
   
© ALLROUNDER & FJ Witsch-Rothmund